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Hauskatzen am Topkapi

Elf

Elfenkatzen (elfcat) sind eine Züchtung aus American Curl und Canadian Sphynx, d.h. haarlose Katzen mit zueinander "gebogenen" Ohrspitzen. Jede der Ausgangsrassen verfügt über genau ein Merkmal, dass sie von anderen Katzenrassen unterscheidet.

Die Idee zu der gezielten Züchtung stammte bereits aus den späten 1990er Jahren und geht auf die U.S.-Züchter Karen Nelson und Kristen Leedom zurück. Ausgangspunkt der Züchtung war die Überlegung, dass eine Mischung der unabhängig voneinander auftretenden Mutationen in Kombination nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Nachkommen führen dürfte. Der erste Wurf dieser neuen, bisher nicht international anerkannten "Rasse" erblickte das Licht der Welt im Jahr 2006.

Elfkatzen haben eine Kopfform, die etwas länger als breit ist. Der Schädel ist an der Stirn leicht abgerundet. Die Wangenknochen und die Schnurrhaarkissen sind deutlich ausgeprägt, die Schnurrhaare - sofern vorhanden - eher spärlich und kurz.
Bei Elf-Katzen sind alle Farben und Musterungen möglich und zulässig. Eine Verpaarung mit Hauskatzen (outcross) zur Erweiterung des Genpools ist zulässig. Die Tiere haben einen athletischen, muskulösen Körperbau das Bäuchlein wirkt, als ob die Kätzchen gerade gefressen hätten. Die Augen sind oft blau oder grün und walnussförmig (Oberseite oval, Unterseite rundlich). Auch Elf oddeyed (unterschiedliche Augenfarben) sowie Exemplare mit gelben Augen kommen vor. Pointkatzen haben immer blaue Augen.
Erwachsene "Elfe" können bis zu 7 kg auf die Waage bringen, wobei die Männchen bis zu 25% größer als die Weibchen sein können. Die Elf stehen auf mittellangen Beinen mit kräftigen Muskeln und ovalen Füßen mit schlanken Zehen, wobei die Vorderbeine minimal länger als die Hinterbeine sind.

Wie bei der Canadian Sphynx wird die Haarlosigkeit der Elfcat rezessiv vererbt. Erwünscht sind bei erwachsenen Tieren möglichst viele Hautfalten, zumindest im Kopfbereich. Bei Kitten sind diese Falten grundsätzlich vorhanden, wachsen sich aber mit zunehmendem Alter mehr und mehr aus.
Die Ohrenform hingegen wird dominant vererbt, d.h. zumindest eines der Elterntiere muss gewellte Ohren haben, damit diese an die Nachkommen vererbt werden können. In Verpaarungen zwischen Katzen mit der genetischen Anlage für gebogene Ohren mit geradeohrigen Katzen, treten zu etwa 50% Kitten mit der gewünschten Ohrenform auf. Alle Jungtiere kommen zunächst mit geraden Ohren zur Welt. Besitzen die Nachkommen die genetische Disposition für "curled ears", so "rollen" sich die Ohren nach etwa 2-10 Tagen zunächst komplett ein. Die typische Form der Ohren entwickelt sich dann nach etwa 4 Monaten. Erwünscht ist eine Biegung zwischen 90 Grad und 180 Grad, die in einem leichten Bogen nach hinten zeigen soll. Die Biegung der Ohrmuscheln darf keinesfalls dazu führen, dass die Ohrspitzen die Ohrenrückseite berühren.

Elfenkatzen sind intelligent, verspielt und sozial. Sie stehen gerne im Mittelpunkt und benötigen unbedingt kätzische Gesellschaft.

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Das Buch beginnt bei der mystischen (?) Geschichte der haarlosen Katzen, klärt über die Eigenheiten der Rassen auf und beleuchtet unter anderem ausführlich die aktuellen und künftigen, rechtlichen Gegebenheiten um diese Katzen.

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Neben aktualisierten Inhalten enthält Haarlose Feliden weitergehende Informationen zur Genetik, Thermoregulation und Vibrissensystem (haarloser) Katzen. Abgerundet wird das Werk durch ein umfangreiches Literatur- und Quellenverzeichnis.

Quellen:

* Faelyn Elf Cats (http://www.faelynelfcats.com/), abgerufen am 25.03.2016
*Murmulet Cattery (http://www.murmulet.com/elf/), abgerufen am 25.03.2016
* American Curl, Rasseporträt von Roswitha Ritter auf Welt der Katzen
*Vanjar Elf cats (http://www.elfkittens.com/), abgerufen am 25.03.2016
* Rare and Exotic Feline Register (REFR), (rareandexoticfelinereg.homestead.com), abgerufen am 27.03.2016