Gepard

Haut & Fell

Haut und Fell der Katzen erfüllen vielfältige Aufgaben.

Die Haut ist nicht nur die äußere Hülle des Katzenkörpers, sondern auch eines der größten Organe der Katze. Neben der Schutzfunktion z.B. vor Austrocknung des Körpers, mechanischen Einwirkungen und dem Eindringen von Mikroorganismen dient die Haut im Zusammenspiel mit dem Fell (Sommer- bzw. Winterfell) auch der Wärmeregulation des Körpers, als Ausscheidungsorgan (Talg, Pheromone) sowie als Sinnesorgan. Darüberhinaus können in der Haut bis zu 10 % des Blutes einer Katze gespeichert werden.

Die Haut ist aus vier Schichten "zusammengesetzt". Von aussen nach innen besteht sie zunächst aus der Oberhaut, der sogenannten Epidermis, gefolgt von der Lederhaut, dem Korium und der Unterhaut, der Subkutis. Jede dieser Hautschichten hat andere Aufgaben, wobei diese sich selbstverständlich ergänzen.

Die Epidermis, also die Oberhaut schützt den Katzenkörper vor Einwirkungen von aussen. Je mehr die Epidermis beansprucht wird, desto dicker ist sie. Sehr gut lässt sich das zum Beispiel an den Fußballen erkennen, die ja beim Laufen und Springen einen direkten Bodenkontakt haben und somit auch extrem beansprucht werden.
Aus Einstülpungen der Epidermis wachsen die Haare, deren Papille sich bereits in der Subkuits befindet. Um diese herum finden sich zum Teil Talgdrüsen und die Analbeuteldrüsen liegen gar komplett in der Oberhaut.

Die Lederhaut ist eine sehr elastische Hautschicht, in der die Blutgefäße sowie die Nervenenden münden, durch die die Katze Schmerz und Temperatur empfinden kann und die für den Tastsinn der Katze unerlässlich sind.

In der Subkutis befinden sich die Haarpapillen. Sie besteht wie auch die Lederhaut aus elastischem Gewebe. Ihre Hauptaufgabe besteht aus der Speicherung von Fett. Wird allerings zuviel Fett eingelagert, verliert sie die Elastizität was zur Verringerung der Nährstoffversorgung der Epidermis und der Haarpapillen führt.

Fell

Großkatzen haben zumeist ein Fell in bräunlicher oder sandfarbener Grundfarbe, die sich innerhalb der Arten sowie auch regional leicht unterscheiden.

Die Behaarung unterscheidet sich in Dicke, Länge und Dichte, grundsätzlich nachdem welchen Lebensraum die Katze bewohnt; bei einzelnen Individuen zudem je nach Körperstelle.

Auffällig ist, das die Musterung des Felles auch bei verschiedenen und räumlich weit getrennt Arten, wie z.B. den Leoparden (Afrika und Asien) und den Jaguaren (Mittel- und Südamerika) fast identisch ist.
Gleiches gilt auch für die Fellfärbung des Löwen, des Karakal sowie den zu den Kleinkatzen zählenden Pumas.

Bei den Kleinkatzen gibt es verstärkt Unterschiede in der Fellfärbung, obwohl auch hier die Fleckenzeichnung unabhängig von der Katzenart deutlich überwiegt. Beispiele hierfür sind Ozelot, Luchs, Nebelparder, Fischkatze, Bengalkatze, Serval und andere.

Arten der Haare

Tiere besitzen unterschiedliche Haararten:

Deckhaar: ist ausschlaggebend für Färbung und Dichte des Fells, bestehend aus Grannenhaaren (unten fein, nach oben hin spindelig), Stichelhaar (nicht gewelltes, straffes Haar), Leithaar (geringere Anzahl, dicker, kürzer);

Wollhaar: feine, stark gewellte Haare; saisonal abhängige Menge;

Langhaar: feste Haarform am Schwanz;

Borstenhaar: sehr grobes Fellhaar (z.B. Wimpern);

Tasthaar: meist in kleinen Gruppen stehendes Haar ohne Haarbalgdrüse, statt dessen haben die Wurzeln Kontakt zu Nerven, die die Berührungsreize ans Gehin übertragen.