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Ozelotfelle

Ozelot

Ozelotfell

Bild: Mickey Bohnacker, gemeinfrei

Die Pelzmode interessierte sich erst recht spät für den Ozelot, nicht nur unter den Kleinkatzenarten einer der attraktivsten Pelze.

In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts fand er noch kaum Beachtung. In der Zeit nach dem 2 .Weltkrieg war er jedoch plötzlich so gefragt, dass die Gefahr der Ausrottung für die Tiere bestand. Da eine Überwachung von Schutzgesetzen in den unübersichtlichen Wildnissen Südamerikas fast unmöglich schien, entschloss man sich zum absoluten und offenbar erfolgreichen Handelsverbot, die Bedrohung geht heute nicht mehr von der Bejagung aus.

Das Fell hat eine Länge von 65 bis 100 cm und einer Schwanzlänge von 30 bis 45 cm. Es ist sandgelb bis ockerbraun mit mehr oder weniger kräftiger Grautönung (vor allem bei Ozelots aus den trockenen Buschgebieten).

Das Kennzeichen des Ozelots gegenüber dem Peludo (vgl. Kleinkatzenfelle) sind die zwei nebeneinander liegenden Nackenwirbel, dagegen nur einer beim Peludo. Hier scheitelt sich das Haar, ein Teil der Kopfbehaarung läuft nach vorn. Die weiße Fellseite ist quergemustert, wobei die in Querreihen angeordneten Bauchflecken manchmal zu Querstreifen verschmelzen wie auch die Fleckenreihen im Rücken. Das Rückenmuster verläuft in Längsrichtung. Die Flecken und Streifen bilden Höfe, die innen wesentlich heller sind. Die Pranken sind fein getupft, der Schwanz hat im Oberteil große dunkle Querflecken mit heller Mitte. Insbesondere nach der Verarbeitung auffallend sind die neben den Vorderpfoten befindlichen großen Rosetten, vom Kürschner auch „Blumen“ genannt.

Argentinische Felle sind groß, ziemlich rauch und sehr seidig, bläulich bis hellgrau.

Auch die Felle aus Paraguay sind groß bis sehr groß, sehr rauch, gräulich, die Zeichnung verschwommen.

Von den brasilianischen Ozelots ist die Bahiaware selten groß, aber mit feinen Farben und guter Zeichnung. Die Felle aus dem Nordosten sind teils sehr ausdrucksvoll gezeichnet, recht groß und etwas flach im Haar. Die westlichen Felle sind ebenfalls recht groß, die Zeichnung ist jedoch etwas verwaschener. Bei Fellen aus Ost-Zentralbrasilien sind die Streifen schnurgerade, wie mit dem Lineal gezogen.

Aus Peru und Ecuador kamen bräunliche und gräuliche Felle mit ausdrucksvoller Zeichnung.

Kolumbien und Venezuela-Provenienzen sind flach, etwa 40 Prozent gräulich und gelblich, 60 Prozent braun bis rot, mit kleinerer bis mittelgroßer Zeichnung.

Mexikanische Felle sind groß mit großer dunkler eiförmiger eindrucksvoller Zeichnung. Sie sind meist (fachsprachlich) blau, mitunter dazu leicht grüngelblich.
Am höchsten bezahlt wurden so genannte „blaue“ Felle, die man am schönsten unter den „Mexikanern“ findet. Das mengenmäßig größte Angebot kam als „Brasilianer“ in den Handel.

Die Rohfellanlieferungen in die USA wurden wie folgt angegeben:

Aus Peru:
1964 = 11.244 Felle,
1967 = 115.458 Felle.

Aus Brasilien, Bolivien und Kolumbien:
1968 = 128.966 Felle,
1969 = 133.064 Felle.

Trockene Zahlen, die das Leiden der getöteten Katzen nur unzureichend wiedergeben können.

Zuchtversuche von Ozelots in Farmen waren glücklicherweise nicht erfolgreich.

Ozelotfelle wurden zu Konfektion jeder Art verarbeitet.

Besonders geschützt nach
BNatSchG seit 31. August 1980, Höchstschutz seit 18. Januar1990