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Die Familie der Hunde (Canidae), zu denen alle unten aufgeführten Tiergruppen gehören kommen - ursprünglich - weltweit mit Ausnahme von Australien, Neuseeland, Neuguinea, Madagaskar und der Antarktis vor.
Durch die Domestizierung zum Haushund, sind sie allerdings heute auch in diesen Regionen heimisch.
Die verschiedenen Hunde unterscheiden sich nicht nur in Statur und Größe, sie weisen auch unterschiedliche Chromosomenzahlen auf. Der Wolf und seine domestizierte Form der Haushund, besitzen z.B. 78 Chromosomen, während der Rotfuchs nur 38 Chromosomen besitzt.
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Wölfe |
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Der Wolf ähnelt einem großen Haus- (Schäfer-) hund, wobei der Rumpf im Vergleich zu ähnlich gebauten Haushunden länger und der Brustkorb höher, aber schmaler ist. Der Kopf ist relativ groß, die Stirn ist breit. Die Augen setzen schräg an, die Ohren sind eher kurz. Der buschige Schwanz hat etwa ein Drittel der Körperlänge.
Die Färbung ist sehr variabel, es gibt weiße, cremefarbene, dunkle, gelbliche, rötliche, graue und schwarze Wölfe. In den gemäßigten Zonen Europas und Asiens überwiegen graue Wölfe, die nördlichen Populationen zeigen größere Anteile schwarzer und weißer Tiere. Meist überwiegen dunkle Haare auf dem Rücken und dem Schwanz. Bauch, Beine und Schnauze sind meist deutlich heller gefärbt. Nach genetischen Untersuchungen beruht die schwarze Fellfarbe bei Grauwölfen auf einer Mutation, die zuerst unter Haushunden auftrat und später in die Wolfspopulation gelangte.
Maße und Gewichte des Wolfes sind aufgrund seines ausgedehnten Verbreitungsgebietes sehr unterschiedlich: Die größten Wölfe in den Waldzonen Lettlands, Weißrusslands, Alaskas und Kanadas erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 160 cm, der Schwanz ist zusätzlich bis zu 52 cm lang. Die Schulterhöhe beträgt etwa 80 cm. Diese Wölfe können bis zu 80 kg wiegen.
Die kleinsten Wölfe leben im vorderen Orient und auf der Arabischen Halbinsel; ihre Körperlänge beträgt etwa 80 cm bei einem Gewicht von rund 20 kg und einer Schwanzlänge von etwa 29 cm. Die Weibchen sind um 2 bis 12 % kleiner als die Rüden und 20 bis 25 % leichter.
Mitteleuropäische Wölfe liegen zwischen diesen Extremen. Männliche polnische Wölfe aus dem Bialowieza-Urwald hatten eine Körperlänge (einschließlich Schwanz) von im Mittel 119 cm (Extreme 140-195 cm) und eine Schulterhöhe von 70-90 cm, Weibchen aus demselben Gebiet eine mittlere Körperlänge von 111 cm (Extreme 97-124 cm) und eine Schulterhöhe von 60-80 cm. Männchen aus dem Südosten Polens wogen 35-67 kg, Weibchen 27-50 kg.
Auszug aus der deutschen Wikipedia (darf unter Beachtung der entsprechenden Lizenz verbreitet und bearbeitet werden) |
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Wölfe; Foto: Marcus Skupin
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Hunde |
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Die Hunde (Canidae) sind eine Familie innerhalb der Überfamilie der Hundeartigen. Zu den Hunden gehören beispielsweise die Füchse, verschiedene als „Schakal“ bezeichnete Arten, Kojoten, Wölfe und Haushunde.
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Waldhunde; Foto: Marcus Skupin
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Füchse |
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Ein Fuchs ist ein Vertreter der Familie der Hunde (Canidae). Im deutschen Sprachgebrauch ist meistens der Rotfuchs gemeint.
Füchse sind aus biologischer Sicht keine systematische Gruppe, sondern durch konvergente Evolution ähnlich geratene Arten der Hunde. Man muss unterscheiden zwischen den echten Füchsen, die eine eigene Gattungsgruppe der Familie der Hunde bilden und den Hundearten, die eigentlich zur Gattungsgruppe der echten Hunde zählen, dennoch aufgrund ihres Aussehens als Fuchs bezeichnet werden. In der Jägersprache nennt man die Gangart des Fuchses Schnüren, der weibliche Fuchs heißt hier Fähe.
Zu den echten Füchsen gehören die folgenden Gattungen und Arten:
* Vulpes (Rotfuchs, Kitfuchs, Fennek bzw. Wüstenfuchs u. a.) * Polarfuchs (Alopex lagopus), seit kurzer Zeit auch als Vulpes lagopus geführt * Graufüchse (Urocyon) * Löffelhund (Otocyon megalotis), die neuere Bezeichnung ist Großohrfuchs
Nicht zu den echten Füchsen, sondern zu den echten Hunden zählen:
* Andenfuchs (Dusicyon culpaeus) gelegentlich auch als Andenschakal bezeichnet * Falklandfuchs (Dusicyon australis) * Argentinischer Kampfuchs (Pseudalopex griseus) * Pampasfuchs (Pseudalopex gymnocercus) * Sechurafuchs (Pseudalopex sechurae) * Brasilianischer Kampfuchs (Pseudalopex vetulus) * Kurzohrfuchs (Atelocyon microtis)
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Schakale |
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Schakal ist eine Bezeichnung für einen Wildhund, der von wolfsähnlicher Gestalt, aber deutlich kleiner ist. Normalerweise fasst man unter diesem Namen drei afroasiatische Arten der Gattung Canis zusammen:
* Goldschakal (Canis aureus), die am weitesten verbreitete Art * Schabrackenschakal (Canis mesomelas) * Streifenschakal (Canis adustus)
Der nordamerikanische Kojote füllt eine ähnliche ökologische Nische wie die Schakale und hat viele Parallelen in seiner Lebensweise, wird aber nicht als Schakal bezeichnet.
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Schabrackenschakal; Foto: Marcus Skupin
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Koyoten |
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Der Kojote (von aztek. Cóyotl, zu deutsch „Mischling“ – latein. Canis latrans), auch bekannt als Coyote, (Nord)amerikanischer Präriewolf oder Präriehund (nicht zu verwechseln mit dem Nagetier „Präriehund“), ist eine in Nordamerika verbreitete wilde Art der Hunde, die einem kleineren Wolf ähnelt.
Der Kojote erreicht eine Gesamtlänge von 110 cm. Die Schulterhöhe beträgt 50 cm. Das Gewicht liegt im Schnitt bei 14 kg und kann zwischen 9 und 22 kg liegen. Sein Fell (siehe auch Pelzarten) hat keine einheitliche Farbe, sondern variiert zwischen verschiedenen Tönen von gelbbraun und graubraun. Kehle und Brust sind weiß.
Vom Wolf ist er durch seine deutlich geringere Größe zu unterscheiden, wobei er auch magerer erscheint. Außerdem hat er eine schmalere Schnauze, größere Ohren und kürzere Beine als sein großer Verwandter.
Typisch für den Kojoten ist der große, buschige Schwanz, den er meist tief am Boden hält.
Kojoten bewohnen den nordamerikanischen Kontinent vom subpolaren Norden Kanadas und Alaskas über die gesamten USA und Mexiko bis nach Costa Rica. Sie haben sich einer Vielzahl von Habitaten angepasst und können in dichten Wäldern ebenso leben wie in der Prärie.
Kojoten haben den Ruf, Aasfresser zu sein. Obwohl sie tatsächlich auch von Aas leben, erjagen sie den Großteil ihrer Nahrung selbst. Mäuse und Hasen stellen etwa 90% der Beutetiere, viel seltener werden Vögel, Schlangen und Füchse gefressen. Hirsche können, wenn sie krank oder alt sind, von einem Rudel erlegt werden. Der Kojote frisst auch pflanzliche Nahrung als Beikost, zum Beispiel Früchte und Beeren. In der Nähe von Wohngebieten gehen Kojoten zunehmend an die Abfalltonnen und suchen dort nach Fressbarem.
Der Kojote hat ein weniger ausgeprägtes Sozialverhalten als der Wolf. Er ist aber alles andere als ein strikter Einzelgänger. Meistens finden sich Kojoten zu Paaren oder losen Familienverbänden zusammen. Man sieht sie aber oft auch allein umherstreifen.
Kojoten haben eine Tragzeit von etwa sechzig Tagen und bringen in einem Wurf durchschnittlich vier bis sechs Welpen zur Welt, meist Ende April oder anfangs Mai. Die mittlere Lebenserwartung beträgt sechs Jahre. Beide Elternteile helfen bei der Fütterung der Welpen. Im Herbst suchen sich die Jungen ihr eigenes Jagdgebiet, meist innerhalb von 15 km. Im Alter von einem Jahr sind sie geschlechtsreif.
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Haushunde |
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Haushunde (Canis lupus familiaris) sind Haus-, Heim- und Nutztiere. Wilde Stammform des Haushundes ist der Wolf. Wann die Domestikation stattfand, ist seit langem umstritten; wissenschaftliche Schätzungen variieren zwischen 100.000 und 15.000 Jahren vor der Gegenwart.
Hunde und Wölfe sind kreuzungsfähig. Zu welchem Grad so ein Mischling Hund oder Wolf ist, lässt sich aber nicht zwangsläufig am Äußeren festlegen, da viele Mischlinge Hunden oder Wölfen sehr ähnlich sehen und oft nur ein Gentest Klarheit bringen kann.
In seinem Buch „Der Hund“ beschreibt der Verhaltensforscher Erik Zimen ausführlich seine langjährigen vergleichenden Beobachtungen an Königspudeln und Wölfen sowie an deren Mischlingen (den sogenannten Puwos) und an den Nachkommen aus der Verpaarung von „Puwos“ untereinander.
Auch in der Praxis der Hundezucht wurde immer wieder versucht, Hunderassen durch das Einkreuzen von Wölfen zu „verbessern“, wie beim Saarloos-Wolfhund, beim Tschechoslowakischen Wolfhund und in Italien mit dem Lupo Italiano. Die Erwartungen konnten bei allen diesen Versuchen nicht erfüllt werden.
Bisher ging man davon aus, dass die Verhaltensunterschiede zwischen Wolf und Hund zu groß seien, als dass es in der freien Natur zu Mischpaarungen kommen könne. Ein zusätzliches Hemmnis ergibt sich aus den Fruchtbarkeitszyklen: Wolfsrüde und Wölfin sind nur einmal im Jahr fruchtbar. Dies unterscheidet vor allem den Wolfs- vom Haushundrüden.
Trotzdem kam es beispielsweise 2004 bei (vermutlich mangels Wolfsrüden) nach Deutschland eingewanderten Wölfinnen zu einer Verpaarung mit einem Hund, aus der sechs Mischlinge geboren wurden. Im Jahr 2000 wurde die Paarung zwischen einem Wolfsrüden und einer Schäferhündin beobachtet, aus der jedoch keine Nachkommen hervorgingen.
Man nahm und nimmt an, dass Vermischungen nur dort vorkommen, wo es wenige Wölfe, aber sehr viele Haushunde gibt. Es haben sich aber in den italienischen Abruzzen und der UdSSR nachweislich Wölfe mit Haushunden vermischt, wie auch durch Erik Zimen bestätigt. Laut Dmitrij Iwanowitsch Bibikow traten auf dem Gebiet der UdSSR Mischlinge teilweise sehr häufig und auch in Populationen die nicht gelichtet waren auf. Ebenso wird bei der arabischen Unterart des Grauwolfes (Canis lupus arabs) eine Vermischung mit verwilderten Haushunden angenommen, da unter diesen Wölfen häufig braune Augen vorkommen. Ob sich diese Vermischung positiv oder negativ auswirkt, ist bisher nicht untersucht worden. Oft wird aber von einer negativen Auswirkung ausgegangen, trotz fragwürdiger Kriterien und in der Regel fehlender Daten. Domestizierung
Die Domestizierung des Wolfes konnte zeitlich bisher nicht genau geklärt werden. Vilà et al. kamen mittels DNA-Untersuchungen zu dem Schluss, dass die Domestikation des Wolfes vor mehr als 100.000 Jahren begann und mehrfach unabhängig voneinander stattfand. Die heute existierenden Hunderassen lassen sich genetisch vier verschiedenen Domestikationsereignissen zuordnen.
Der Haushund dürfte auch nach seiner ersten Domestikation noch lange phänotypisch dem Wolf geähnelt haben, weshalb eine eindeutige Zuordnung älterer fossiler Funde nicht immer möglich ist. Die ältesten fossilen Belege für die Existenz des Haushundes stammen aus dem Jung- (d.h. Spät-) Paläolithikum: Die Untersuchung fossiler Hundeknochen aus Goyet (Belgien) ergab ein Alter von etwa 31.700 BP, also im Aurignacien.[14] Für Ostasien deutet eine molekulargenetische Untersuchung auf Haushunde vor etwa 15.000 Jahren. Der spätpaläolithischen Fundstelle Eliseevichi 1 in der zentralrussischen Ebene (Region Brjansk) sind Hundeknochen bekannt, die auf 13.000–17.000 v. Chr. datiert werden. Die Fundstelle liegt im Dnepr-Tal am Sudost, einem Nebenfluss der Desna. Die Fauna wird durch Mammutknochen (Mammuthus primigenius) dominiert und datiert in die letzte Stufe der Waldaj-Eiszeit. Kulturell wird sie dem Epi-Gravettien zugerechnet. Die Siedlung wurde zwischen 1930–1940 durch K. M. Polikarpovitch ausgegraben, wobei zwei komplette Hundeschädel gefunden wurden. Der erste lag an einer Herdstelle, ein weiterer in einer Behausung aus Mammutknochen. Die Hunde hatten eine kurze Schnauze und waren etwa 70 cm hoch. Ein altes Skelett eines morphologisch domestizierten Hundes stammt aus dem Doppelgrab von Oberkassel, das dem Magdalénien zugerechnet wird. Altägyptische Darstellung.
Seit dem Mesolithikum sind Hundebestattungen üblich, zum Beispiel in der skandinavischen Ertebølle-Kultur (Skateholm). Auch im Alten Ägypten finden sich mumifizierte Hunde.
Die zum Beispiel von Konrad Lorenz vertretene Hypothese, dass der Hund mindestens teilweise vom Goldschakal (Canis aureus) abstamme, ist anhand von DNA-Analysen inzwischen widerlegt.
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Schäferhund; Foto: Marcus Skupin
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Waldhund < |
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