Hauskatze
Heilige Birmakatze
Sandkatze
Eurasischer Luchs
Gepard
Hauskatzen am Topkapi

Asian

Rasseportrait

Asian Shorthair (Bombay)

Foto: Eveline Nemec

Die "ASIAN-GROUP"
Text und Fotos von Eveline Nemec, ASIANCATS OF VIENNA

Die Asian ist eine Gruppe von Rassen mit gleichem Standard, aber unterschiedlichen Farben und Zeichnungen. Unterschieden werden:

• Asian Self

Hier findet man als eigene Rasse die pechschwarze Bombay. (Die Bombay der Asian-Gruppe hat einen anderen Standard als die in Amerika als eigenständige Rasse entwickelte Bombay).

Die Haare der Asian Self sind durchgehend einheitlich gefärbt, von der Spitze bis zu den Haarwurzeln. Etwas hellere Farbe am Haaransatz wird toleriert. Alle Farben, auch cinnamon und fawn und tortie (schildpatt) sind anerkannt.

• Asian Smoke

Der Haaransatz ist silberweiß. Von außen wirkt die Katze einfärbig, wenn man die Haare teilt, wird der silberweiße Untergrund sichtbar. Dieselben Farben wie bei Asian Self jedoch mit Silber.

• Asian Tabby

Es gibt 4 Tabbymuster, das dominanteste Muster ist Ticked. Dann kommen Mackerel (getigert), Spotted (getupft) und Blotched (gestromt). Die selben Farben wie bei Asian Self, jedoch mit Tabby-Muster.

• Burmilla
Bei einigen Organisationen ist die Burmilla eine selbständige Rasse und nicht in der Asian-Group eingereiht.

• Tiffanie (halblanghaarige Burmilla)
Bei einigen Organisationen ist die halblanghaarige Tiffanie eine selbständige Rasse und nicht in der Asian-Group eingereiht.

Die Asian (self, smoke, tabby) entspricht vom Typ her fast der Burma, jedoch hat das Fell viele mögliche andere Farben, die sogenannten „Vollfarben“, wie sie bei den meisten anderen Rassekatzen vorkommen, jedoch nicht bei den Burmesen und Siamesen aufgrund eines nur bei diesen beiden Rassen vorhandenem, etwas veränderten Gen (klein c im Gegensatz zu Vollfarbe großes C).

Asian Shorthair, chocolate-tortie

© Eveline Nemec

Der Kopf hat die Form eines abgerundeten Keiles, im Profil gesehen ist er relativ kurz, von vorne gesehen, bemerkt man sofort die hohen und sehr ausgeprägten Backenknochen.
Die Schnauze ist sehr gut erkennbar, der Kiefer ist breit.
Die Nase ist nicht allzu lang und besitzt eine deutliche Einbuchtung zwischen den beiden Augen. Insgesamt ist der Kopf nicht so kurz wie bei der Burma und das Profil ist nicht so stark eingebuchtet.
Die Ohren sind mittelgroß und sitzen am äußeren Rand des sehr schön gerundeten Schädels.
Die Augen geben der Katze einen fremdartigen Ausdruck.
Der Körper ist mittel, sehr kompakt und ziemlich schwer. Die Muskulatur ist ausgeprägt und hart. Die Brust ist breit, so dass man den Eindruck gewinnt, die Katze steht auf leicht gebogenen "O-Beinen". Die Beine selbst sind gerade, mittellang und elegant mit kleinen ovalen Pfoten.
Der Schwanz verjüngt sich fast nicht und endet in einer runden Spitze.
Das Fell ist kurz, liegt am Körper an, fühlt sich so glatt wie Satin an. Die einzelnen Haare sind dünn und fein, und die Katze besitzt fast keine Unterwolle.
Die Asian ist mittelgroß, besitzt eine außergewöhnlich feste und harte Muskulatur und vermittelt einen fremdländischen Eindruck.

Ursprung der Asian

Asian Shorthair, brown-smoke

© Eveline Nemec

Die Rasse der Asian entstand 1981 aus einer ungewollten Rassenkreuzung zwischen dem Chinchilla Perserkater Jemari Sanquist und der lilac europäischen Burmakatze Bambino Lilac Faberge. In dem Wurf fielen 4 schwarz silbern schattierte Jungtiere, welche einen relativ guten Burmatyp aufwiesen.

Die Züchterin, Miranda von Kirchberg (Astahazy cattery) begriff sofort, dass diese Jungtiere die Basis für eine neue Rassegruppe sein konnten.
Diese neue Rasse wurde Burmilla genannt.

Aus diesem ersten Wurf wurde die Kätzin Astahazy Galatea die Foundation-Katze dieser neuen Rasse, denn Miranda von Kirchberg starte ein gezieltes experimentelles Zuchtprogramm.
Durch dieses Zuchtprogramm wurde schnell klar, dass es verschiedene Farb- und Mustervarianten in dieser neuen Rassegruppe gab. Mit Hilfe erfahrener Burmazüchter entstand so die Asian-Gruppe, denn man entschied sich, alle fünf Farbvarianten weiterzuentwickeln.

1989 wurde die Asian Group Cat Society (ehemals The Bumilla-Asian Association) Mitglied des GCCF.

Die Asian Self erhielten den Championship-Status im Oktober 1999.

Temperament und Pflege

Temperament
Die Katze ist verspielt, ein Energiebündel, wie ein Akrobat und extrem intelligent. Die Asian ist die extrovertierte Katze in der Katzenwelt. Asian werden niemals erwachsen! Sie spielen für ihr Leben lang gern. Sie lieben die Menschen und passen sich den Bedürfnissen ihrer Besitzer sehr gut an. Sie sitzen gerne am Schoß, um mit Ihnen fernzusehen, sie müssen sich unbedingt neben ihrem Kopf auf dem Kopfkissen niederlassen, auch wenn sie bereits schlafen wollen, und bestehen darauf, unter ihre Bettdecke zu schlüpfen.
Wenn Sie einmal mit der Asian vertraut sind, werden Sie ihr Leben lang eine Vorliebe für diese Rasse haben.
Sie hat einen guten Schuß „Perserblut“ mitbekommen, der der Asian ermöglicht, das doch ziemlich dominante Erbteil der Burmesen in eine mildere Form zu transformieren.
Asians sind um Vieles kompromissbereiter und geduldiger!

Pflege
Das Fell der Asian Shorthair ist glatt und seidig, und braucht eher wenig Pflege. Einmal wöchentlich bürsten sollte ausreichen, damit ihr Fell schön glänzend bleibt.

Der Charakter

Asian Shorthair, brown-tortie-smoke

© Eveline Nemec

So wie die Engländer seit jeher Vorreiter in Sachen Zucht waren, so sind sie es auch in der Entwicklung der Rasse Asian-Shorthair sowie der gesamten Asiangroup.
In Kontinentaleuropa sagt der Name ASIAN den meisten Menschen rein gar Nichts, was sehr schade ist, denn wäre diese Rasse bekannter, würden sich viele Menschen darum bemühen eine zu besitzen.
Wer jemals mit einer Burma gelebt hat, kennt deren Ignorantentum und die Selbstherrlichkeit dieser Rasse, welche zweifelsohne einen eigenen unnachahmlichen Reiz besitzt!
Desgleichen wird, wer jemals mit einer Perser lebte, um deren Phlegmatismus wissen und daß Perser sehr gutmütig bis lasch sind. Sie lassen meist Vieles einfach laufen….!

Wie immer und überall, gibt es selbstverständlich bei beiden Rassen Ausnahmen, welche jedoch nur die Regel bestätigen.

Eine Katze mit der Temperamentsmischung aus der ruhigen Perser und der menschenbezogenen selbstbewussten Burmakatze hat einen Reiz, den man nicht beschreiben kann, sondern welchen man einfach erleben muß.

Asiankatzen sind allesamt total originell, selbstsicher und selbständig, aber ebenso streichelweich, kindisch und total drauf aus, dem Menschen in nur jeder erdenklichen Weise zu gefallen.
Dabei weisen sie eine sehr hohe Toleranzschwelle auf, es bringt sie nicht so leicht etwas aus der Ruhe und wenn Mensch mal keine Zeit hat, können sie sich auch gut alleine beschäftigen und spielen dann eben untereinander oder mit einem Stück Papier, welches vielleicht irgendwo gefunden wurde.
Sie bewegen sich immer auf der sonnigen Seite der Straße!

Asian-Shorthairs sind jedem Haushalt zu empfehlen, der nicht „viel Haar“ um sich haben möchte, Familien mit Kindern, sowie Menschen, welche in Katzen PERSÖNLCHKEIT mögen.
Wer nur eine stille Katze möchte, welche sich ab und zu streicheln lässt, sollte unbedingt seine Finger von den Asian Shorthairs lassen.
Sie wollen MIT den Menschen leben, ja man kann sagen, sie wollen irgendwie FÜR den Menschen leben, denn die Aufmerksamkeit ihres Dosenöffners zu erlangen, ist deren größte Freude und das höchste Ziel, welches sie sich stecken. Darin sind Asianshorthairs auch sehr erfinderisch.

Darüber hinaus ist die VIELFALT der Farben und Muster einfach eine Augenweide. Aus einer so großen Palette von Farben auswählen zu können, aber immer mit der Garantie eine Katze von sanftem und fröhlichem Wesen zu erhalten, macht die Asianshorthair zu DER Familienkatze schlechthin.