Anatomie
Fortpflanzung
Katzenhybriden
Lebenserwartung
Aufzucht
Auswahl
Katze oder Kater
Katzenkauf
Notwendiges
Schutz- & Kaufvertrag
Tipps zur Eingewöhnung
Haltungsarten
Spielzeug
Umzug mit Katze
Exotische Katzen
Ernährung
Katzennamen
Katze & Recht
Reisen mit Katze
Tod Ihrer Katze
Chemokommunikation
Lautgebung
Verhaltensarten
Verhalten & Therapie
Schulversuche
Unsauberkeit
Rauschmittel
BSE-Risiko im Futter ?
Giftpflanzen
Katzenallergie
Krankheiten
Lebensmittel
Parasiten
Vergiftungen
Vitalwerte der Katze
Vogelgrippe - H5N1
Zoonosen
Allele der Katze
Kurzschwänzigkeit
Farbaufhellung
Anomalien, Ohr
Anomalien, Fell
Chondrodysplasie
Polydaktylie
monogene Defekte (mehr)
Brachyzephalie
Entropium
polygene Defekte (mehr)
Farbgenetik
genetischer Stammbaum
Tiergestützte Therapie?
Co-Therapeut
Therapiekatze
Isy 1
Isy 2
Klappermäuse?
Felix
Biene
Türen öffnen
3 Ks - Variante 1
3 Ks - Variante 2
Isy 3
Hilfe durch Katzen?
Lea
Leo
Sinnesorgane

Die Sinne der Katze

Die Sinne der Katze sind auf ihr Leben als Raubtier ausgerichtet.

Sie verfügt zunächst über die gleichen Sinne wie der Mensch, nämlich Seh-, Gehör-, Geruchs-, Tast- und Geschmackssinn. Allerdings unterscheidet sich die Ausprägung dieser Sinne von der des Menschen.

Außer diesen 5 Sinnen, verfügen Katzen allerdings noch über weitere Sinne.

Einer davon ist der Gleichgewichtssinn, der zwar grundsätzlich auch beim Menschen vorhanden ist, bei der Katze aber weitaus besser funktioniert. - Kein Wunder. Menschen leben schließlich auf dem Boden; Katzen hingegen bewegen sich auch balancierend auf Zäunen, Mauern, Bäumen etc. und springen sehr oft. Das für den Gleichgewichtssinn zuständige Organ ist übrigens der sogenannte Vestibularapparat, der sich im Innenohr befindet.

Darüber hinaus besitzen Katzen einen besonderen Ortssinn und das Jacobson´sche Organ, das ihnen eine besondere Chemokommunikation ermöglicht.

Der Sehsinn der Katze ist erheblich besser als der des Menschen. Er ist auf die Jagd, insbesondere in der Dämmerung, abgestellt. Die an der Vorderseite des Kopfes sitzenden Augen ermöglichen - wie auch bei uns - durch die Überschneidung des Blickwinkels jeden einzelnen Auges ein räumliches Sehen, das z.B. für das Abschätzen von Entfernungen unerlässlich ist.
Das Gesichtsfeld einer Katze, d.h. der Bereich, in dem diese ohne eine Drehung des Kopfes sehen kann ist erheblich größer als das unsere. Bei Dunkelheit können sich die Pupillen der Katze bis etwa 90 Prozent der Augenfläche weiten und es reicht ihr noch ein Sechstel der Lichtmenge, die ein menschliches Auge benötigen würde, um ein Bild zu sehen. Grund für diese besondere Leistung der Augen ist der Aufbau des Katzenauges, das sich vom menschlichen Auge in einigen wichtigen Punkten unterscheidet. Neben dem Abstand der Netzhaut zum Augapfel und der stärkeren Krümmung der Netzhaut gehört hierzu eine weitere "Einrichtung" die die Katze uns Menschen voraus hat. Sie besitzt ein sogenanntes "tapetum lucidum", eine reflektierende Schicht an der Augenrückseite, durch die das wenige bei Dämmerung einfallende Licht "gespiegelt" wird, so dass in der Netzhaut die in den Lichtwellen enthaltenen Daten nochmals "gelesen" werden können. Das "tapetum lucidum" ist übrigens auch der Grund dafür, dass Katzenaugen bei Dunkelheit leuchten, sofern sie von einem Lichtstrahl berührt werden.
Katzen können Farben unterscheiden. Blau, Grün und Gelb werden gut, Rot wahrscheinlich gar nicht gesehen.

Katzen verfügen auch über ein ausgezeichnetes Gehör. Der Frequenzbereich geht hierbei bis zu etwa 65.000 Hz, was den des Menschen um mehr als das Dreifache übersteigt. Selbst das leiseste Rascheln und das leichteste Quieken, von Nagetieren wird noch erfasst.
Die Ohren einer Katzen lassen sich unabhängig voneinander in fast alle Richtungen drehen, wodurch es ihr möglich ist, Beutetiere regelrecht zu orten und selbst bei Dunkelheit durch einen gezielten Sprung zu erwischen.

Der Geruchssinn von Katzen ist etwa doppelt so gut wie der des Menschen, ist andererseits aber nicht so gut wie der des Hundes. Bei der Wahrnehmnung mancher Gerüche, Baldrian, Katzenminze etc. reagieren viele Katzen regelrecht berauscht. Hier spielt neben dem reinen Riechen allerdings auch das Jacobson´sche Organ (Vomeronasalorgan) eine wichtige Rolle, mit dessen Hilfe chemische Substanzen (z.B. Drüsensekrete) ausgewertet werden können.

Schließlich verfügen Katzen auch noch über einen Geschmackssinn. Dieser ist allerdings bei weitem nicht so ausgeprägt wie bei den Menschen. Er ist hauptsächlich darauf ausgerichtet, die für die Katze wichtigen tierischen Aminosäuren im Fleisch. Es gilt heute als sicher, dass Katzen nicht in der Lage sind, "süsses" zu erschmecken. Sie können allerdings durchaus saure, salzige und bittere Substanzen unterscheiden.

Der Ortssinn der Katzen verleiht diesen wunderschönen Tieren, die Fähigkeit selbst über große Entfernungen ihr Heim wiederzufinden. Ob die Katzen sich hierbei an Geräuschen etc. oder etwa an elektromagnetischen Feldern der Erde orientieren, ist derzeit noch nicht endgültig geklärt. Untersuchungen haben allerdings ergeben, das an Katzen befestigte Magnete das mit dem Ortssinn verbundene "Heimfindevermögen" stören, was ebenso wie die Tatsache, das im Katzenhirn kleine Mengen Eisen eingelagert sind, für die zweite Annahme sprechen würde.

Schließlich ist auch der Tastsinn der Katzen etwas ganz Besonderes. Am auffallendsten sind auf den Tastsinn der Katze bezogen sicherlich die Tasthaare, die die Katze hauptsächlich an Ober- und Unterlippe (Schnurrhaare) sowie über den Augen trägt. Auch an Kinn und Wangen sowie an den Vorderbeinen (Rückseite) befinden sich Tasthaare.
Die Tasthaare sind an den Haarwurzeln, die dreimal tiefer in der Haut liegen als normale Haarwurzeln, mit zahlreichen Nerven verbunden, die Signale ans Gehirn der Katze weiterleiten. So werden z.B. Hindernisse oder enge Stellen unabhängig vom Sehsinn der Katze "gemeldet". Die Vibrissen, wie die Tasthaare auch heissen, sind bereits bei Neugeborenen voll entwickelt (im Gegensatz zum Seh- und Gehörsinn) was die Wichtigkeit dieses Sinnes für die Katze verdeutlicht. Tasthaare sind sehr beweglich und geben dem Beobachter auch Aufschluss über die Stimmung der Katze.
Ebenfalls dem Tastsinn der Katze zuzuordnen sind die empfindlichen Sohlenballen der Katze. Die Empfindlichkeit ist so groß, das Katzen bereits leichte Erschütterungen wahrnehmen und so auch Gefahren für den Menschen - wie Erdbeben erfassen können.

innere Organe
Gehirn & Nervensystem

Druckbare Version