Schnurren
Der Sinn des Schnurrens ist umstritten. Es wird bereits ab dem 6. Lebenstag einer Jungkatze ausgestossen, wobei das Maul nicht geöffnet wird. Allgemein wird es als Wohlfühlen der Katze interpretiert, auch als Beschwichtigung anderer Katzen und Selbstberuhigung.
Wie jüngere US-Untersuchungen ergeben haben, erzeugen Katzen beim Schnurren Vibrationen in einem Frequenzbereich zwischen 27 und 44 Hz. Diese Vibrationen sollen dazu führen, dass unter anderem das Wachstum und die Heilung von Knochen beschleunigt werden.
Wie schafft die Katze es aber, diesen Schnurrlaut, den jeder Katzenbesitzer kennt, zu erzeugen und ihn stundenlang aufrecht zu erhalten?
Kleinkatzen, zudenen ja auch unsere Hauskatzen gehören, beherrschen im Gegensatz zu ihren großen Verwandten, das "Zwei-Wege-Schnurren". Sie Schnurren sowohl beim Einatmen, als auch beim Ausatmen.
Es gibt zwei Erklärungsversuche bezüglich der Entstehung des Schnurrens:
1. Katzen besitzen neben den eigentlichen Stimmbändern ein weiteres Paar sogenannte "falsche Stimmbänder". Der Theorie nach erzeugt der Luftstrom, den die Katze beim Atmen an diesen falschen Stimmbändern vorbeilenken kann - in Verbindung mit einem Zusammenziehen des Kehlkopfmuskels - den Schnurrlaut.
2. Unter bestimmten Umständen verstärkt sich der Strom des zum Herzen der Katze fließenden Blutes. - Es kommt zu "Blutturbulenzen" Am stärksten tritt dieser Effekt im Brustraum der Katze auf, da hier die Hauptvene durch den verstärkten Blutfluss zusammengedrückt wird. Das Blut, das durch diesen Engpass fliesst soll - dieser Theorie nach - in Verbindung mit einer Verstärkung des Flussgeräusches durch das Zwerchfell der Katze das typische Schnurrgeräusch verursachen. Das Geräusch wird dabei durch die Nebenhöhlen als Resonanzkörper verstärkt.


































