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Hauskatzen am Topkapi

Rauschmittel

Katzenminze

Haben Sie das auch schon einmal erlebt? Ihre Katze riecht an etwas und flippt anschließend regelrecht aus? Sie befindet sich in einem Zustand völliger Hemmungslosigkeit, ist vollkommen anders als sonst?

"Schuld" an dieser Verhaltensweise sind oft ätherische Öle, wie sie z.B. in der Echten Katzenminze (Nepeta cataria) enthalten sind. Katzenminze enthält chemische Verbindungen namens Actinidin und Nepetalacton. Diese ätherischen Öle wirken auf Katzen ähnlich wie bestimmte Rauschmittel auf den Menschen. Die Katze macht - um bei den Ausdrücken aus der Menschenwelt zu bleiben, einen etwa 10minütigen Trip, der zu den oben erwähnten, veränderten Verhaltensweisen führt. Allerdings, anders als bei "menschlichen Rauschmitteln" hat die Katzenminze keinerlei schädliche Nebenwirkungen für das Tier.

Es gibt übrigens etwa 250 verschiedene Arten der Katzenminze.

Baldrian

Etwa bis zum 3. Lebensmonat meiden Katzen die nach ihnen benannte Minze vollkommen. Danach teilt sich die Katzenpopulation in zwei Gruppen. Auf die eine wirkt die Katzenminze in der beschriebenen Art, auf die andere Gruppe hat die Katzenminze hingegen keinerlei Wirkung.

Woran die Unterschiede im Verhalten liegen, ist bisher noch unklar. Sicher ist allerdings, dass keine Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Katzen bestehen. Auch die Potenz der Tiere hat hier keine Auswirkungen.

Interessant ist im Zusammenhang mit der Katzenminze weiter, dass ähnlich wie auch beim Baldrian (Valeriana officinalis) unterschiedliche Wirkungsweisen bei äußerlicher oder innerlicher Anwendung von Katzenminze bestehen. Äußerlich, also der Duft, wirkt es wie ein Aufputschmittel, während die Verabreichung in flüssiger Form (natürlich verdünnt!) eine beruhigende Wirkung hat. Einige der Sexualpheromone der Katze können übrigens aus der Wurzel des Baldrian extrahiert werden.