Hauskatze
Heilige Birmakatze
Sandkatze
Eurasischer Luchs
Gepard
Hauskatzen am Topkapi

HCM

Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), ist die häufigste Herzerkrankung bei Katzen. Sie kommt bei der "normalen" Hauskatze ebenso wie bei zahlreichen Katzenrassen vor und führt zu einer Verdickung der Herzmuskulatur (ganz oder teilweise), die in der Folge zu einer Verringerung des Innenvolumens des Herzens führt. Das Herz kann somit nicht mehr genügend Blut in den Kreislauf pumpen. Als Folge kann es zu einer Stauung des Blutes in der linken Herzkammer kommen. Eine Heilung der HCM ist nicht möglich. Wird die Erkrankung früzeitig erkannt, ist jedoch eine medikamentöse Behandlung möglich, die die Symptome der HCM mindert und ihre Lebenserwartung verbessert.

Betroffen sind beispielsweise die Rassen der Maine Coon, Ragdoll, Perser, American Shorthair, Britisch Kurzhaar (BKH), Sphynx, Siam, Burma und die Abessinier sowie jeweils deren Abkömmlinge.

Als Auslöser für HCM konnten bisher drei verschiedene Mutationen im Erbgut der Katze identifiziert werden, genauer des Katzengens MYBPC3. Diese Mutationen wurden mit den "sprechenden" Namen A31P, A74T und R820W bezeichnet. - Das Vorhandensein jeder dieser drei Mutationen ist ein Risikofaktor, der dazu führt, dass die betroffene Katze erkranken kann. Sie muss jedoch nicht zwangsläufig erkranken.

Nicht bei jeder Katzenrasse tritt jede der genannten Mutationen auf. Die als HCM 1 bezeichnete Mutation A31P kommt nur bei den Rassen Maine Coon und Ragdoll, die HCM 2 genannte Mutation A74T bei allen Katzenrassen und HCM 3-Mutation R820W nur bei der Ragdoll vor.

Die Mutationen können durch molekularbiologische Untersuchungen (Gentest / DNA-Analyse) nachgewiesen werden. Hierdurch bekommt der Züchter die Möglichkeit, betroffene Tiere von der Zucht auszuschließen. Diese Gentests sind allerdings nicht ganz unumstritten. Da die erbliche HCM autosomal dominant vererbt wird, d.h. beide Elterntiere die genetische Veranlagung an ihre Nachkommen weitergeben können, muss ein solcher Gentest jeweils bei beiden (vorgesehenen) Elterntieren vorgenommen werden.

Neben der genetischen Disposition, also der erblichen HCM (primäre HCM) gibt es eine zweite Form, die sogenannte sekundäre HCM, die nicht erblich ist. Die Möglichkeit einer Erkrankung an dieser Form der Hypertrophe Kardiomyopathie kann somit durch Gentests nicht nachgewiesen werden. Sie kann auf Grund anderer Vorerkrankungen der Katze entstehen.

Ob eine Katze an HCM erkrankt ist, lässt sich durch eine kardiologische Untersuchung des Herzens nachweisen. Hierbei wird das Herz der Katze durch besonders geschulte und ausgestattete Tierärzte mit einem besonderen Ultraschallgerät "gescannt". Zu beachten ist, das dieser Herzschall naturgemäß nur eine Momentaufnahme darstellt und zur Sicherheit regelmäßig wiederholt werden muss.