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Hauskatzen am Topkapi

Klischees über Katzen

Marcus Skupin | Welt der Katzen

Bezüglich Katzen gibt es zahlreiche Klischees. Die Presseagentur dapd bat daher am 04.08.2011 um Beantwortung einiger Fragen zum Thema Katze. Hier die Fragen und natürlich die Antworten:

Nasse Bengal-Rassekatze

Bengalkätzchen "frisch geduscht"

© Gerrit Holzhueter

dapd: Hassen Katzen wirklich Wasser?

Welt der Katzen: Katzen hassen Wasser nicht, sie haben jedoch ein anderes Verhältnis zum kühlen Nass als viele andere Tiere. Als ursprüngliche Wüstentiere, die Nachfahren der nubischen Falbkatze stammen schließlich ursprünglich aus Afrika, ist Wasser kostbar. Es dient zum Trinken und wird nicht verschwendet. Im Laufe ihrer Entwicklung ist diese genetische Information erhalten geblieben, obwohl es durchaus auch Katzen gibt, insbesondere Jungtiere, die gern und ausgelassen im Wasser herumplatschen.

dapd: Können Katzen und Hunde sich wirklich nicht leiden?

Welt der Katzen: Zwischen Katzen und Hunden gibt es Exemplare die sich verstehen und welche, die es nicht tun. "Grundproblem" ist die unterschiedliche Körpersprache, also ein Verständgungsproblem, das oft zu Mißverständnissen führt.. Schwanzwedeln beim Hund - oft Freude; bei der Katze - Aggression, Drohung. Haben Katze und Hund die Möglichkeit, sich an die Körpersprache des anderen zu gewöhnen, z.B. wenn Jungtiere miteinander aufwachsen, ist oft eine tiefe, bedingungslose Freundschaft die Folge.

dapd: Fallen Katzen wirklich immer auf die Füße?

Welt der Katzen: Katzen fallen beim Fall oder Sprung aus großer Höhe tatsächlich oft auf ihre Füße. Zunächst einmal besitzen Katzen den sogenannten Stellreflex. Dieser Reflex bewirkt, dass eine Katze, die aus großer Höhe stürzt, sich automatisch dreht und dadurch in die richtige Landeposition bringt. Darüber hinaus verfügt das Katzenskelett über eine nahezu perfekte Federung, die zusammen mit der flexiblen Wirbelsäule, gepolsterten Pfoten und dehnbaren Gelenken die Möglichkeit eröffnet, im Falle eines Sturzes die Aufprallenenergie zu absorbieren. Zusammengenommen bedeutet dies, dass Katzen bei einem Sturz aus größerer Höhe (etwa ab der 7. Etage eines Gebäudes) oft kaum oder gar unverletzt landen können. Wissenschaftlichen Untersuchungen zur Folge spielt es ab der genannten Höhe übrigens keine Rolle mehr, ob der Sturz aus der 7. oder der 28. Etage stattfindet. Die maximale Fallgeschwindigkeit wird nämlich bereits nach etwa 30 Metern Höhe erreicht.

Bei einem Sturz aus niedriger Höhe allerdings steigt die Zahl der Verletzungen und auch tödlichen Abstürze erheblich was trotz Stellreflex und Federung daran liegt, dass der Katze in diesen Fällen nicht genugt Zeit bleibt um die erforderliche Körperdrehung zu vollenden.

Falbkatze aus Oman

Oman-Falbkatze

© 2012, Marcus Skupin, Welt der Katzen

dapd: Sollte man Katzen wirklich Milch geben?

Welt der Katzen: Milch enthält viele Nährstoffe, die auch für Katzen wichtig ist. Allerdings ist Milch für Katzen nicht als Getränk geeignet sondern wenn, dann als Nahrung zu betrachten. .. u n d viele Katzen vertragen Kuh-Milch auf Grund des enthaltenen Milchzuckers (Laktose) nicht. Sie dürfen also nur kleine Mengen bekommen, da es sonst zu Durchfall kommen kann. Besser geeignet ist da Kondensmilch (Kaffeesahne) ggf. mit etwas Wasser vermischt.

dapd: Fangen Katzen wirklich besonders gerne Mäuse? Wenn ja, warum? Wenn nein: Sind Mäuse für Katzen einfach gleichwertig mit anderen kleinen Tieren, die Katzen jagen können?

Welt der Katzen: Die Katze ist als Beutegreifer für die Jagd kleinerer Tiere prädestiniert. Zu ihrem Beutespektrum gehören nicht nur Mäuse sondern - je nach Lebensraum - auch Insekten, Vögel, Eidechsen, Schlangen, Ratten und andere Kleinsäuger. Die Maus allerdings ist nach wie vor das typische Beutetier und passt auf Grund der Größenverhältnisse optimal zum Jäger Katze.

dapd: Wie ist das Verhältnis von „Menschenjahren“ zu „Katzenjahren“? Welche Angabe ist da als Faktor geläufig (1:5 und 1:7 habe ich schon gehört) und inwiefern trifft das zu?

Welt der Katzen: Menschen haben den Hang dazu, alles mit sich selbst zu vergleichen, das sie so eine bessere Vorstellung von den Verhältnissen bekommen. Die Umrechnung von Katzen- in Menschen jahre ist nicht mit einem statischen Faktor möglich, da die Entwicklung der Katze viel schneller als die des Menschen stattfindet. Erst ab einem Katzenalter von etwa 2 Jahren (was dem eines 24jährigen Menschen entspricht) lässt sich die Umrechnung nahezu linear weiterführen. (Tabelle: Menschenjahre - Katzenjahre)

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