Hauskatze
Heilige Birmakatze
Sandkatze
Eurasischer Luchs
Gepard
Hauskatzen am Topkapi

3 Ks - Variante 2

Die drei K’s- zweite Variante:

Kicki

(C) Regina Lessenthin

Kommunikationsmodell und Katze Kicki

Häufig sitzt die Katze Kicki innerhalb der Behandlungsstunden auf meinem Schoß, lässt sich kraulen oder kämmen. Sie liebt das Kämmen, weil sie eine Maine Coon ist, d.h. sehr lange, wuschelige Haare hat und sie freut sich, wenn ich ihr bei ihrer Fellpflege helfe. Sie ist übrigens die Tochter von Leila. Gegen Ende der Therapiestunden sage ich häufig zu ihr: „So Kicki, die Stunde ist jetzt zu Ende, Du musst jetzt aufstehen." Kicki schaut mich an, steht auf und springt von meinem Schoß auf den Boden. Viele Patienten fragen nach: „Wie geht denn das? Die Katze hat genau verstanden, was sie zu ihr gesagt haben und macht das auch? Das kann nicht sein!"

In der darauf folgenden Behandlungseinheit bespreche ich mit den Patienten nunmehr einen Teil des Kommunikationsmodells. Ich erkläre, dass wir einerseits verbale, gesprochene Inhalte übermitteln. Gleichzeitig bedienen wir uns aber auch der nonverbalen Kommunikation, um das Gesagte zu unterstreichen.

Nonverbal werden die Körpersprache und die Paralinguistik von uns verwendet. Dabei setzt sich die Körpersprache aus Mimik und Gestik zusammen, die Paralinguistik aus Tonfall, Sprechhöhe und Sprechtempo. Tiere sind wirkliche Meister in nonverbaler Kommunikation. So reicht eine minimale Muskelbewegung - die der Patient nicht wahrnehmen kann, Kicki aber durchaus - in meinen Oberschenkeln aus, dass Kicki weiß, dass ich unmittelbar danach aufstehen werde (siehe oben auch zu Klassischer Konditionierung). Also reagiert sie, steht auf und springt auf den Boden.

Im Alltag benutzten wir die nonverbale Kommunikation leider nicht immer so eindeutig. Wir sagen das eine, zeigen aber mittels Körpersprache und Paralinguistik das andere. Für unser Gegenüber ist es nun schwer, wirklich zu wissen, was wir wollen und meinen. Nur wenn wir eine klare, deutliche Kommunikation auf allen Ebenen führen, kann der andere tatsächlich verstehen, was ich mitteilen will. Und schon lässt sich ein Teil unserer Beziehungsprobleme mit anderen Menschen lösen. Aber wenn wir uns passend zu dem Gesagten auch verhalten, verstehen sogar Tiere, was wir sagen! Im Umgang mit Kindern ist die klare, eindeutige Kommunikation besonders wichtig. Zusammenfassend: Tiere sind wortlos – aber nicht sprachlos. Und: Nicht nur das Tier an sich – der Dialog mit ihm ist hilfreich.