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Kater Felix und das operante Lernen

Viele Patienten haben Schwierigkeiten, verändertes Verhalten, welches sie mit viel Mühe eingeleitet haben, durchzustehen. Meist glauben sie, dass es ein Fortschritt sei, wenn sie es am Ende zwar immer noch nicht schaffen, aber es länger durchhalten. An dieser Stelle kommt Kater Felix ins Spiel. Er ist ein ca. 11 Jahre alter braun getigerter Hauskater mit sehr viel Übergewicht. Bei jeder sich ergebenden Möglichkeit bettelt er innerhalb der Therapiestunden um Leckerlis. Immer wieder unternehme ich einen Versuch, ihn weniger zu füttern, damit er etwas abnimmt oder zumindest nicht weiter zunimmt. Dieses neue Verhalten halte ich für eine bestimmte Zeit durch, aber in Behandlungseinheiten, in denen ich mich besonders konzentrieren muss, gebe ich ihm doch wieder etwas zu essen, damit er mich für einige Zeit in Ruhe lässt.

An dieser Stelle erkläre ich den Patienten die Theorie des operanten Lernens. Diese besagt, dass ein Mensch die Verhaltenshäufigkeit eines bestimmten Verhaltens erhöht, wenn er für diese positiv verstärkt wird (Belohnung). Verhalten wird weniger, wenn es negativ verstärkt wird (Bestrafung). Dieser Effekt funktioniert in der Regel für das unmittelbar davor gezeigte Verhalten. Felix empfindet die Leckerlis sicherlich als Belohnung. Und welches Verhalten hatte er davor? Er hat um Futter gebettelt. Wenn ich in dieser Situation etwas zu essen gebe, verstärke ich sein Verhalten und erreiche damit das er noch häufiger betteln wird..... .


 

Felix (C) Regina Lessenthin



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