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Futterdose öffnen können und Schulangst bewältigen

– hat das was gemeinsam? – Isy nun zum dritten Mal.

Ein Kind wird in die psychotherapeutische Behandlung gebracht, weil es starke Schulangst hat. Es kann vor lauter Angst nicht mehr zur Schule gehen. Wie sich im Erstgespräch herausstellt, hat es auch Angst vor Katzen. Und dann sind da gleich so viele. ... Aber es will versuchen, sich Isy zu nähern und geht auf ihn zu. Isy läuft weg. Bald versteht das Kind: Jedes Mal wenn ich mich bewege, reagiert Isy erschreckt vor mir und läuft davon. Ich kläre, dass Isy wohl mehr Angst vor ihm hat, als er vor Isy, deshalb läuft Isy davon. Aber in der nächsten Behandlungsstunde kommt Isy vorsichtig wieder, traut sich etwas weiter vor, rennt aber wieder weg.

Wie so üblich entsteht nach kurzer Zeit und einigem Hin und Her eine neue Freundschaft. Das Kind versucht Isy zu motivieren, in dem es ihm zeigt, wie Isy die Futterdose selbst öffnen könnte (Felix, der dicke Hauskater, kann es bereits). Jede Stunde neu werden vom den Kind kleine Hilfestellungen ausgegeben, aber jedes Mal muss Isy auch einen neuen Schritt selbständig machen.

Die Frage, was das Kind von seinen Eltern bräuchte, damit die Schulangst verschwindet: sie müssten mich nur ein bisschen unterstützten und an mich glauben, „Du schaffst es„ sagen. Bei einigen Elterngesprächen wird dieser Punkt besprochen und die Eltern lernen, dem Kind einerseits zu helfen, aber ihm immer mehr selbst zuzutrauen und ihn neue Schritte allein machen zu lassen.

Am Ende der Therapie ist die Schulangst bewältigt und Isy öffnet die Futterdose!


 

Isy (C) Regina Lessenthin



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