Hauskatze
Heilige Birmakatze
Sandkatze
Eurasischer Luchs
Gepard
Hauskatzen am Topkapi

Hilfe durch Katzen?

Fragebogen Tiere und seelische Gesundheit

Nach vielen Jahren tiergestützter Therapie und vielen Beispielen dieser Art habe ich mich im Sommer 2002 entschlossen, einen Fragebogen zu entwickeln. Diesen habe ich an alle Patienten ausgegeben, um zu prüfen, ob die Katzen nicht nur aus meiner Sicht eine Wirkung im Therapieprozess haben und wie Patienten diese Wirkung erleben.

Keiner der Patienten lehnte die Tiere völlig ab, wenigen waren sie gleichgültig. Die große Mehrheit aller Patienten beurteilte die Wirkung der Katzen als positiv.

Mit insgesamt 25 Fragen, die die Patienten anhand einer fünfstufigen Skala beantworten mussten und offenen Fragen, bei denen sie ihr Verhältnis zu den Katzen und auch anderen Tieren beschreiben konnten, habe ich verschiedene Dimensionen erfasst. Grundsätzlich wollte ich wissen, ob die Katzen überhaupt einen Einfluss auf die Behandlung haben, ob sie zum Erfolg der Therapie beigetragen haben, inwieweit sie die Motivation und die Beziehung des Patienten zu mir verändert haben. Die Ergebnisse werden in der folgenden Übersicht dargestellt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Katzen die therapeutische Behandlung aus Sicht des Patienten positiv beeinflusst haben, dass die Therapiemotivation wesentlich erhöht und die Therapiedauer verkürzt wurde. Der Einfluss der Tiere auf die Beziehung des Patienten zu mir als Therapeutin war geringer. Das bedeutet für mich, dass ich die Katzen nicht allein die Behandlung übernehmen lassen kann, sondern dass auch meine Person und meine therapeutische Fähigkeit eine wichtige Bedeutung für den Therapieprozess hat. Glücklicherweise!

Außerdem haben die Patienten ihr Geschlecht, ihr Alter, die Länge der bisherigen Therapiedauer sowie die eingesetzte Therapieform (Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologische Therapie, andere Therapieformen) angegeben. Dabei konnten keine Altersunterschiede festgestellt werden, Frauen haben die Effekte der Katzen noch positiver beurteilt als Männer und im Rahmen der Verhaltenstherapie waren die Bewertungen ebenfalls höher als bei tiefenpsychologisch behandelten Patienten.