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Schneeleopard (Uncia uncia)

Allgemeines / Verbreitung

Schneeleopard

© 2012, Marcus Skupin

Schneeleoparden; mongolisch: Irbis, haben - neben dem Manul - das längste und dichteste Fell aller Katzenarten. Ihr Verbreitungsgebiet sind die Hochländer Zentralasiens (bis hinauf zu 5000 Metern) wo die Großkatzen ohne ihr dichtes Fell erfrieren würden.

Karte des Verbreitungsgebietes des Schneeleoparden [4.457 KB] mit freundlicher Genehmigung von panthera.org

Im Jahre 1761 wird der Schneeleopard erstmals durch BUFFON erwähnt. Seither wurde er als Once, Unze oder Ounce bezeichnet, je nachdem aus welchem Sprachraum der Forscher entstammte. Der Name Schneeleopard als Übersetzung des englischen "snow leopard" wurde erst im Jahre 1890 gebräuchlich (BRASE 2004, mit Hinweisen auf BLYTH 1863 und BREHM 1890).

Dem amerikanischen Naturforscher Georg Schaller gelang im Jahre 1972 das erste Foto eines freilebenden Schneeleoparden (BRASE 2004).

Felis onca, Schneeleopard

Schneeleopard (hier noch "Felis onca")

© 2013 Welt der Katzen / Abbildung nach "The natural history of the felinae", Naturgeschichte der Felinae" von Sir William Jardine, 1834

Beschreibung

Schneeleopard

Schneeleopard

© Marcus Skupin

Schneeleoparden sind äußerlich an ihrer recht kurzen Schnauze, dem langen Schwanz sowie die "verwaschen" wirkende Fellzeichnung zu erkennen. Ihre Fellfärbung ist graubeige mit einer Fleckenzeichnung, die von dunklem Braun bis Schwarz reicht.

Schneeleoparden werden bis zu 230 cm lang. Ihre Kopf-Rumpf-Länge beträgt dabei etwa 80 bis 130 cm, zwischen 85 und 110 cm der Gesamtlänge entfallen auf den Schwanz. Das Gewicht des Schneeleoparden beträgt zwischen 35 und 65 kg.

In Gefangenschaft gehaltene Schneeleoparden werden durchschnittlich etwa 14 Jahre alt. In Ausnahmefällen erreichen die schönen Katzen ein Alter von 20 Jahren.

Ernährung

Schneeleopard

© 2012, Marcus Skupin

Zu den natürlichen Beutetieren der Schneeleoparden zählen die typischen Tiere der Gebirge, wie Blau- und Steppenschafe, Steinböcke, Murmeltiere und Pfeifhasen sowie Wildschweine, Hirsche oder Gazellen.

Studien in Nordpakistan haben allerdings ergeben, dass zwischenzeitlich ein Großteil der Beute aus Haustieren, d.h. Rindern, Schafen und Ziegen besteht, ein Grund für die Verfolgung der Katzen durch den Menschen.

junger Schneeleopard

Schneeleopard

© Marcus Skupin

Bedroht werden die geschützten Großkatzen durch die Nachstellungen von Hirten, die um ihre Herden fürchten ebenso wie durch Wilderer. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) werden leider Knochen und Felle des Schneeleoparden genutzt. Desweiteren wurden Felle des Schneeleoparden in der Pelzindustrie verbraucht, oftmals allerdings fälschlich für Felle des nordpersischen oder des Amurleoparden gehalten.

Schneeleopard

© 2014, Marcus Skupin

Fortpflanzung

Schneeleopard

Schneeleopard

© 2012, Marcus Skupin, Welt der Katzen

Schneeleoparden werden etwa in einem Alter von 3 Jahren geschlechtsreif. Die Paarungszeit des Schneeleoparden dauert von Januar bis März. Die Paarung selbst findet in einem Zeitraum von wenigen Tagen statt.

Nach einer Tragzeit zwischen 94 und 103 Tagen, kommen zwischen einem und fünf, meist zwei bis drei Jungtiere, blind und taub zur Welt. Die Jungen wachsen meist in Felsspalten oder Höhlen auf und bringen zunächst etwa 450 Gramm auf die Waage.
Nach wenigen Wochen machen die Kleinen die "ersten Ausflüge". Insgesamt bleiben sie für eine Zeit von 1,5 bis 2 Jahren bei ihrer Mutter.

Die Geschechtsreife tritt in Gefangenschaft mit zwei bis drei Jahren ein.

Schneeleopard im Zoo

Schneeleopard

© 2010, Marcus Skupin

Es existiert ein Internationales Zuchtbuch für Schneeleoparden, in dem die Verpaarungen zum Teil bis ins Jahr 1891 zurückverfolgt werden können.

Schneeleoparden gehören taxonomisch zu den eigentlichen Großkatzen (Großkatzengruppe -> Großkatzen).

Weitere Fotos auf unserer Fotoseite: Katzenfoto.de

Steckbrief Schneeleopard

Informationen zum Schneeleoparden in Kurzform in den Steckbriefen der Großkatzen.