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Ozelotkatze (Leopardus tigrinus)

Bei der Ozelotkatze (Leopardus tigrinus) handelt es sich nach neuesten, genetischen Untersuchungen aus dem Jahr 2013 tatsächlich um zwei Arten, die sich scheinbar seit mehr als 100.000 Jahren nicht mehr untereinander fortpflanzen. Die im südlichen Teil Brasiliens vorkommende Art wird nunmehr als Leopardus guttulus bezeichnet.

Zwergtigerkatze oder Oncilla

Ozelotkatze / Onzille

© Marcus Skupin

  • Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
  • Familie: Katzen (Felidae)
  • Unterfamilie: Kleinkatzen (Felinae)
  • Gattung: Leopardus (Leopardkatzen)
  • Art: Ozelotkatze (Oncilla)

Ozelotkatze (Verbreitung)

Karte mit freundlicher Genehmigung von panthera.org

Ozelotkatzen (Leopardus tigrinus) werden auch als Zwergtigerkatze oder Onzille bezeichnet. Sie sind "eine" kleine Katzenart des südamerikanischen Subkontinents, die aufgrund ihres auffälligen Fells, das dem des Ozelots stark ähnelt, stark bejagt wurde.

Ozelotkatzen ähneln auch dem Margay, sie sind allerdings schlanker und weisen eine klarere Zeichnung des beige- oder ockerfarbenem Fells auf. Außerdem ist das Fell der Ozelotkatze nicht so dicht wie das des Marguay.

Die Tiere werden bis 55 cm lang (Kopf-Rumpf-Länge) und erreichen ein Gewicht zwischen 1,5 und 3 Kilogramm.

Ozelotkatzen

(C) Marcus Skupin

Ozelotkatzen sind kaum erforscht, so dass es über die genauen Anforderungen der Art an ihren Lebensraum im Regenwald kaum Erkenntnisse gibt. Bekannt ist jedoch, dass sie im Gegensatz zu den meisten anderen Katzenarten nur 36 Chromosomen haben.

Die Nahrung der Ozelotkatzen besteht überwiegend aus Kleinsäugern, Echsen, Insekten und Vögeln.

36 Chromosomen

Gloria;

erste Abessinier-Oncilla-Hybridin, (C) Falkena / Skupin

Trotz unterschiedlicher Chromosomenzahl ist eine Verpaarung mit Hauskatzen möglich. Erstmals ging 1964 aus einer Verpaarung eines Oncilla-Männchens (Milagro) und einer Abessinierkatze (Iris) lebender Nachwuchs hervor. Die kleine Gloria brachte ein Geburtsgewicht von ca. 50 Gramm auf die Waage.

Weitere Infos unter: "Oncilla-Hybriden"

Berichte:
* Leyhausen, P and Falkena M (1966) Breeding the Brazilian ocelot-cat (Leopardus tigrinus) in captivity. International Zoo Yearbook Vol 6; 176-182
* Falkena-Röhrle, M und Skupin, M (Hrsg.) "Die zahmen Wilden und die wilden Zahmen...", Edition Welt der Katzen, Band I, ISBN: 3839103835, ISBN13: 978-3-8391-0383-8
* Falkena-Röhrle, M. und Skupin, M. (Hrsg.) "Die zahmen Wilden ...", gekürzte TB-Ausgabe, Edition Welt der Katzen, Band III, ISBN: 3842377452; ISBN-13: 978-3842377455

Literatur:
* Trigo et al., Molecular Data Reveal Complex Hybridization and a Cryptic Species of Neotropical Wild Cat, Current Biology (2013), http://dx.doi.org/10.1016/j.cub.2013.10.046



Zwergtigerkatze, Oncille

(C) 2010, Marcus Skupin

Oncilla-Hybriden Trotz unterschiedlicher Chromosomenzahl ist eine Verpaarung von Oncillas mit Hauskatzen möglich. Erstmals ging 1963 aus einer Verpaarung eines Oncilla-Männchens (Milagro) und einer Abessinierkatze (Iris) ...

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