Der Luchs (Lynx lynx, oft auch Felis lynx) ist die größte in Europa vorkommende Wildkatze.
Luchse kommen in mehreren Arten vor. In Europa gibt es zwei Arten, den größeren Eurasischen Luchs, auch Nordluchs genannt (Lynx lynx) sowie eine kleinere Art, den iberischen Pardelluchs (Lynx pardinus).
In Mittel- und Westeuropa wurde der Luchs stark bejagt und kommt dort leider kaum noch vor. Zwischenzeitlich wird in verschiedenen Ländern (z.B. Schweiz, Österreich, Deutschland)erfolgreich daran gearbeitet, Luchse wieder auszuwildern. Der Luchs gehört damit zwischenzeitlich wieder zu den in Deutschland lebenden Großraubtieren.
Eine spanische Studie über den Pardelluchs aus dem Jahre 1991 wies etwa 16 Tiere auf 100 qkm nach. Der Pardelluchs gehört damit zu den seltensten Katzenarten und steht kurz vor dem Aussterben.
Auf dem amerikanischen Kontinent kommen zwei weitere Vertreter der Luchse vor. Der Rotluchs (Lynx rufus) mit seinen 12 Unterarten, sowie der weiter nördlich lebende Kanadaluchs (Lynx canadensis), der größere Pfoten und längere Beine besitzt, was ihm nicht unerhebliche Vorteile auf verschneitem Terrain verschafft.
Luchs im Schnee (C) Conrad Fijetland / USFWS
Zwei weitere Arten bewohnen den amerikanischen Kontinent, nämlich Kanadaluchs (Lynx canadensis) den Norden und Rotluchs (Lynx rufus) den Süden bis Mexiko.
Der Luchs wird grundsätzlich im Cites-Anhang 2 als gefährdet eingestuft. Abweichend hiervon ist der iberische Pardelluchs extrem gefährdet. Sein Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf etwa 9 regionale Vorkommen mit insgesamt etwa 1000-1200 Tieren, unter denen allerdings bereits im Jahre 1992 nach Rodriquez und Delibes nur ca. 350 fortpflanzungsfähige Weibchen waren.