Hauskatze
Heilige Birmakatze
Sandkatze
Eurasischer Luchs
Gepard
Hauskatzen am Topkapi

Schleichkatzen

Katzen, die keine sind...

Erdmännchen

(C) Marcus Skupin, Welt der Katzen

Bei Ihnen handelt es sich nicht um Katzen im eigentlichen Sinne. Sie gehören zwar zu den "Katzenartigen", jedoch nicht zu den "Echten Katzen".

Gemeint sind die Schleichkatzen.

Zu den Schleichkatzen zählen z.B. die Ginsterkatze oder die Zibetkatze, deren deutsche Namen tatsächlich implizieren, es handele sich um "richtige" Katzen. Andere Arten jedoch haben so ungewöhnliche Bezeichnungen wie Musang (Manguste), Binturong, Afrikalinsang, Pardelroller, Mungo oder Erdmännchen. Die beiden letzteren sind vielen dann wieder geläufig; der Mungo als Schlangentöter (oft im Kampf mit einer Kobra abgebildet) und die possierlichen Erdmännchen nicht zuletzt aus König der Löwen.

Schleichkatzen kommen in mehr als 80 Arten vor und sind hauptsächlich dämmerungs- oder nachtaktive, schlanke und kurzbeinige Raubtiere mit scharfen, zur Hälfte einziehbaren Krallen. Sie besitzen einen spitzen Kopf und sind mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 45-60 cm etwa fuchsgroß.

Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Afrika über den Nahen Osten und Südarabien bis hin nach Südwest-Europa.

Auf Madagaskar lebt der Fossa, der die Übergangsstufe von den Schleichkatzen zu den echten Katzen darstellen soll. So verfügt er z.B. über ein fast katzentypisches Gebiss und einziehbare Krallen.

Die unterschiedlichen Arten der Schleichkatzen sind auch genetisch nicht homogen. Sie weisen je nach Art zwischen 24 und 52 im diploiden Chromosomensatz auf (Gebänderter Lisang - z.B. 34 Chromosomen, Fossa - z.B. 42 Chromosomen).

Übrigens: Schleichkatzen sind recht nahe Verwandte der Hyänen.