Hauskatze
Heilige Birmakatze
Sandkatze
Eurasischer Luchs
Gepard
Hauskatzen am Topkapi

Lebenserwartung der Hauskatze

Wesentliche Faktoren

Stitch, Hauskatze

(C) Andrea Pfeiffer

Die Lebenserwartung von Katzen ist hauptsächlich davon abhängig, ob diese als freilaufende Population oder unter menschlicher Obhut - zumeist in der Wohnung und ohne, oder nur gelegentlich mit Auslauf leben.

In diesem Zusammenhang spielen auch verschiedene äußere Faktoren - wie Erb- und/oder Erbumwelterkrankungen - sowie Faktoren wie Haltung, Ernährung, Infektionskrankheiten und Impfungen eine nicht unbedeutende Rolle.

Viele Kater sterben jung

Während im Haus lebende Katzen bei guter Pflege in schöner Regelmäßigkeit ein Alter von etwa 12-15 Jahren erreichen und auch Lebensalter von mehr als 20 Jahren bekannt sind, ist die Lebenserwartung freilaufender Katzenpopulationen (hier fehlt es zumeist auch an menschlicher Zuwendung und medizinischer Betreuung) erschreckend gering.

Recht eindrucksvoll wird die geringe Lebenserwartung freilaufender Katzenpopulationen durch Untersuchungen belegt, die in den 80´er Jahren des letzten Jahrhunderts durch Liberg (1980) in einem ländlichen Gebiet Schwedens, sowie Legay / Pontier (1983) in der französischen Stadt Lyon durchgeführt wurden.

Durchschnittliche Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Katzen lag bei den männlichen Tieren zwischen 1,4 und 3,2 Jahren und bei den weiblichen Tieren bei 3,3 bzw. 4,2 Jahren.

Keiner der 74 Kater im ländlichen Schweden erreichte ein Alter von mehr als 3 Jahren. Auch von den 244 Katern der Population in Lyon wurden nur gut ein Drittel (~36,5 %) der Tiere älter als 3 Jahre. Bereits das 4. Lebensjahr konnten weitere 9,3 % der Tiere nicht mehr erleben.

Bei den Weibchen waren die Zahlen zwar nicht ganz so krass, aber noch immer erschreckend. In Schweden erreichten gerade einmal 28 % der insgesamt 154 weiblichen Katzen, in Lyon 52,1 % der 295 Katzen ein Alter von mehr als 3 Jahren.

Argument für Wohnungshaltung?

Strassenkatze in Istanbul

(C) 2005, Marcus Skupin

Auch wenn die oben genannten Untersuchungen bereits älter sind (neuere Untersuchungen zu diesem Thema sind mir leider nicht bekannt), sind diese erschreckenden Zahlen doch ein starkes Argument dafür, den geliebten Stubentiger - soweit möglich - in Haus und Wohnung zu halten, nicht wahr?

Wohlgemerkt: Das bedeutet natürlich nicht, dass eine - unter menschlicher "Fürsorge" - lebende Katze in Freilaufhaltung nicht älter werden kann oder wird. Sie ist allerdings stärker gefährdet, als eine Katze in reiner Wohnungshaltung, so dass man sich zu Recht fragen kann, ob die bestehenden Vorteile von Freilauf es Wert sind, das Risiko eines Unfalls oder einer sonstigen tödlichen Verletzung einzugehen.

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Sieben Leben hat die Katze (externer Artikel)

Das Alter der Katze im Verhältnis zum Menschen