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Familienplanung

Katzenpaerchen

Zweisam...

© Marcus Skupin, 2013

Katzen sind pro Jahr etwa 2 bis 3 mal paarungsbereit. Berücksichtigt man, dass pro Wurf im Schnitt 3 bis 5 Jungtiere geboren werden und diese mit etwa einem Jahr bereits selbst Mütter werden können, so kann man sich vorstellen, auf wieviele Tiere eine Katzenpopulation im Laufe der Zeit anwachsen kann.

Die geschlechtsreife Katze

Die Geschlechtsreife von Katzen kann – abhängig von Rasse und Geschlecht des Tieres - bereits mit etwa 6 Monaten eintreten. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollten Sie sich daher Gedanken über eine Kastration Ihrer Katze machen; es sei denn natürlich, Sie möchten gezielt Katzennachwuchs haben (was Sie sich jedoch gut überlegen sollten).

Unkastrierte Katzen werden - in Abhängigkeit von den natürlichen Lichtverhältnissen, die sich auf die Bildung der Sexualhormone auswirken - mehrmals im Jahr paarungsbereit (rollig). Sie wälzen sich dabei auf dem Boden, versuchen durch laute Schreie einen paarungsbereiten Kater herbei zu locken und setzen zu diesem Zweck oft auch Duft- und Kratzmarken ab. - Die Rolligkeit kann sich in regelmäßigen Abständen von zwei bis vier Wochen wiederholen. Sie endet erst mit der Deckung durch einen Kater oder wenn der Zyklus zum Winter hin durch abnehmendes Tageslicht unterbrochen wird.

Kurzum eine rollige Katze ist gestresst und nervt darüber hinaus auch schnell ihren Besitzer.

Eine Kastration der Katze schließt nicht nur unerwünschten Nachwuchs aus, sie beendet auch die mit der Paarungsbereitschaft einhergehenden Verhaltensweisen der Katze. Ein weiterer, nicht unwesentlicher Grund für eine Kastration der Katze ist auch, dass in der Wohnung gehaltene Katzen oft dauerrollig werden, was den Stress der Tiere verstärkt und des Weiteren oft zu Gebärmutterentzündungen führt.

Der geschlechtsreife Kater

Kater können täglich mehrmals decken und sollten ebenfalls unbedingt kastriert werden. Potente Kater versuchen durch lautes Rufen paarungsbereite Katzen in ihrer Nähe ausfindig zu machen. Sie markieren ihr Revier mit äußerst streng riechenden Harnmarken, die beispielsweise aus Polstern oder Teppichboden nur sehr schwer wieder zu entfernen sind. Deutliche Kratzspuren an Wänden und Möbeln kommen beim Katzenbesitzer auch nicht gut an.

Ein Kater wird jede Gelegenheit nutzen um zu einer rolligen Katze zu kommen. Dabei streunt er, wie auch die weibliche Katze und dehnt seine Suche immer weiter aus, was zu
zahlreichen, unnötigen Gefahrensituationen führt.

Kastration / Sterilisation

Die Katze erhält eine Narkose, der Unterbauch wird rasiert, desinfiziert und anschließend beide Eierstöcke (meist auch direkt die Gebärmutter) entfernt.

Auch der Kater erhält eine Narkose. Das Fell an den Hoden wird entfernt, die Operationsstelle desinfiziert und zwei kleine Schnitte gesetzt. Hierdurch werden Gefäße und Samenleiter abgebunden und schließlich die Hoden entfernt.

Vor und nach dem Eingriff dürfen die Tiere übrigens kein Futter erhalten. Bereits am Tag danach ist Ihre Katze wieder fit.

Im Gegensatz zur Kastration werden bei einer Sterilisation von Katze oder Kater lediglich die Eileiter bzw. Samenleiter durchtrennt. Damit wird zwar eine Vermehrung der Tiere ebenfalls unterbunden, alle anderen aus menschlicher Sicht negativen Punkte wie (Dauer-)Rolligkeit, Markierverhalten, Rangordnungskämpfe etc. bleiben jedoch erhalten, da bei einer Sterilisation Eierstöcke und Hoden der Katzen an ihrem Platz bleiben und damit auch die Sexualhormone weiterhin gebildet werden.

Kastrationspflicht Bundesweit haben derzeit bereits einige Gemeinden eine Kastrationspflicht freilaufender Katzen im Ortsrecht verankert.