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Parasiten

Parasiten

Unter Parasiten werden ein- oder mehrzellige Lebewesen verstanden, die mit anderen Lebewesen eine schmarotzende Lebensgemeinschaft eingehen, d.h. die sich auf oder in einem Wirtsorganismus von diesem ernähren.

Im Gegensatz zur Symbiose, bei der beide “Lebenspartner” gewisse Vorteile von diesem Zusammenleben haben, liegt der Vorteil hier allerdings nur beim Parasiten. Für den Wirtsorganismus ist das Zusammenleben von mehr oder weniger großen Beeinträchtigungen seines Wohlbefindens geprägt, die in leichten Fällen z.B. Juckreiz, aber auch erhebliche gesundheitliche Störungen oder im Extremfall gar den Tod des Wirtes hervorrufen können (Parasitose).

In einigen Fällen stellt sich zwischen dem Parasiten und seinem Wirt zwar eine Art Gleichgewicht – ohne besondere Symptome - her, dieses kann jedoch jederzeit durch innere oder äußere Umstände gestört werden und dann zu den bereits erwähnten Beeinträchtigungen führen. Für den Parasiten besteht in diesen Fällen das Risiko abzusterben oder ausgeschieden zu werden.

Ekto- und Endoparasiten

Bandwurm

© Marcus Skupin, 2013

Je nach Art der Parasiten lassen diese sich in eine von zwei Gruppen einteilen.

Von Ektoparasiten spricht man dann, wenn der Parasit sich auf der Körperhülle des Wirtes aufhält. Hierzu zählen auch Parasiten, die in den Körperöffnungen der Katze (Augen, Nase, Ohren etc.) leben.

Alle bei Katzen relevanten Ektoparasiten sind den Gliederfüsslern (Arthropoden) zuzuordnen. In Frage kommen hier Flöhe, Milben, Haarlinge und Zecken, in selteneren Fällen auch Stechfliegen.

Die zweite Art möglicher Parasiten sind die Endoparasiten, die im Körper des Wirtes leben. Mögliche Schmarotzer sind entweder Würmer (Band- und Spulwürmer) oder Protozoen; Einzeller wie z. B. Toxoplasma gondii oder Isospora felis die zu Erkrankungen des Darms mit Durchfall, Fieber etc. führen können. Bekannte Endoparasiten sind auch Salmonellen und Giardien.

Zahlreiche Parasiten bzw. von Parasiten ausgehende Erkrankungen sind auch auf den Menschen übertragbar und werden Zoonosen genannt.

Hauptproblem im Zusammenhang mit vielen Parasiten sind weniger die direkten Auswirkungen wie Juckreiz oder Blutverlust sondern vielmehr die Übertragung gefährlicher - oft tödlicher - Erkrankungen.

Parasiteninfos:

Haarlinge Haarlinge sind eine Unterart der Läuse, die sich im Gegensatz zu diesen allerdings nicht vom Blut sondern von abgestorbenen Haut- und Haarteilen ihres Wirts ernähren. Haarlinge können Bandwürmer ...

Stechfliegen Stechfliegen, z.B. die Gemeine Stechfliege (Stomoxys calcitrans) kommen hauptsächlich in ländlichen Gegenden vor. Sie halten sich bevorzugt in der Nähe von Weiden, Ställen, Höfen und Schuppen - ...

Zecken Zecken gehören zu den Spinnentieren. In Deutschland kommen fast 20 unterschiedliche Arten der Zecke meist an schattigen oder feuchten Orten vor. Als Faustregel gilt, dass Zecken ab einer Außentemp...

Toxoplasma gondii Endwirt des Erregers Toxoplasma gondii ist die Katze. Als Zwischenwirte dienen andere Säugetiere, Mäuse beispielsweise oder Ratten, ggf. auch der Mensch. ...

verwandte Themen:

weiterführende Informationen

Biebel, Sandra; Dissertation 2007, zum Thema Flöhe im Bereich Regensburg
Boch, Kirke; Dissertation 2008, zum Thema Flöhe im Bereich Leipzig
Greiner, Lena; Dissertation 2013; zum Thema Stress durch Flohbefall