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Zoonosen

Vom Tier zum Mensch - und umgekehrt...

Unter Zoonosen werden bestimmte Krankheiten verstanden; und zwar Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können (Zoonosen) - oder auch vom Menschen auf das Tier übertragbar sind (Anthropozoonosen).

Von den Krankheiten bzw. Erregern, die bei der Katze anzutreffen sind, sind die folgenden 8 für den Menschen relevant d.h. sie können zu Beschwerden führen oder sind wirklich gefährlich.

Bei der Tollwut handelt es sich um eine Erkrankung, die durch Rhabdoviren ausgelöst wird. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt hauptsächlich durch Biß- und Kratzwunden, das Virus kann jedoch auch durch bereits vorhandene Verletzungen der Haut (Läsionen) in den Körper des Menschen eindringen.
Eine Ansteckung macht sich durch Unruhe, Kopfschmerzen, Wasserscheu, Lähmungen und Krämpfe bemerkbar. Nach 4-10 Tagen tritt der Tod ein.

Die Toxoplasmose wird durch den Erreger "toxoplasma gondii" übertragen. Gelangt dieser aus dem Katzenkot (z.B. bei Säuberung des Katzenklos) oral in den Körper des Menschen, sind schwere Erkrankungen, insbesondere bei Ungeborenen und Kindern möglich. Der Erreger führt bei Kindern und Jugendlichen oft zu Hirnhautentzündungen, bei Erwachsenen sind Milz- und Leberbeschwerden, Herzmuskelerkrankungen etc. möglich, obwohl die Krankheit hier meist symptomlos bleibt.
Schwangere und deren ungeborene Kinder sind, da der Erreger über die Plazenta auf den Fetus übertragen werden kann, besonders gefährdet. Hier führt "toxoplasma gondii" bei Erstinfektion oftmals zu Fehl- und Totgeburten, auch Behinderungen des Babys sind keine Seltenheit.

Das Bakterium "Heliobacter heilmanii", eine Abart eines beim Menschen zu findenden Gastritis-Erregers, kann bei der Entstehung von Magengeschwüren mitwirken. Bei Untersuchungen haben schweizerische Wissenschaftler bei einem Patienten dieses Bakterium nachgewiesen, dass sich auch im Magen seiner Katze fand.

Die orale Aufnahme von Eiern des Bandwurms kann zu Bandwurmbefall führen. Die schlüpfenden Finnen setzen sich in der Leber fest und führen zu irreparabelen Schäden.

Auch die Eier des Spulwurms können, oral aufgenommen, zu Schäden führen. Die Larven setzen sich hauptsächlich bei Kindern in der Muskulatur fest.

Eine weitere Gefahr geht von Flohbefall aus. Die Tiere springen direkt oder indirekt auf den Menschen über und hinterlassen stark juckende Stiche; außerdem sind Flöhe Zwischenwirte mancher Bandwurmarten was ein weiteres Risiko darstellt.

Bei der Mikrosporie handelt es sich um eine durch "microsporum canis" verursachte Erkrankung, die nach einer Inkubationszeit von etwa 1-4 Wochen zu Haarbruch, Haarausfall, rundlich haarlosen Stellen, schuppender Haut und ggf. auch zu Entzündungen führen kann. Die Aufnahme erfolgt meistens durch direkten Kontakt zum befallenen Tier, evtl. auch indirekt über Schlafdecken, Fellbürste etc.

Schlussendlich bleibt noch die sogenannte Cat-Scratch-Disease, die Katzenkratzkrankheit. Sie wird durch Chlamydien übertragen, die durch Biß- und / oder Kratzwunden in den Körper des Menschen gelangen.
Nach einer Inkubationszeit von wenigen Tagen bis mehreren Monaten, führt die Krankheit zu Schwellungen der Lymphknoten, Fieber, Schwächeanfällen und Schmerzen. Die Erkrankung läuft allerdings zumeist mild ab und verschwindet nach wenigen Wochen von selbst.

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