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Hauskatzen am Topkapi

Salzkatze (Leopardus geoffroyi)

Allgemeines / Verbreitung

Salzkatze

© Marcus Skupin

Salzkatzen (Leopardus geoffroyi, D'Orbigny & Gervais, 1844) sind Katzen mit einer Kopf-Rumpflänge von bis zu 75 cm, die in zahlreichen Lebensräumen Südamerikas vorkommen. Sie werden auch als "Kleinfleckkatzen" bezeichnet und wurden früher der Gattung Oncifelis zugeordnet.

Die verhältnismäßig kleinen Tiere erreichen ein Gewicht von 5-8 kg. Das Verbereitungsgebiet der Kleinfleckkatze erstreckt sich über Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Paraguay und Uruguay.

Man findet die verbreitete Katzenart bis hinauf in Höhen von etwa 3.300 Metern. Vielleicht ein Grund weshalb die Kleinfleckkatze von William Jardine, 1834 auch als "Felis himalayanus" bezeichnet wurde. - Ein irreführender Name, denn der Himalaya liegt ja bekanntlich nicht in Amerika sondern in Asien.
In der Literatur finden sich zahlreiche weitere, meist lateinische Synonyme für die Salzkatze.

Salzkatze

Kleinfleckkatze

© 2011, Marcus Skupin

Im Gegensatz zur Pampaskatze, die nahezu das gleiche Verbreitungsgebiet bewohnt, meidet die Kleinfleckkatze offene Landstriche und bevorzugt dichte Bodendeckung. Kleinfleckkatzen unterscheiden sich im Verhalten zu den anderen amerikanischen Kleinkatzenarten dadurch, dass sie Wasser nicht zu meiden scheinen. Dies hat ihnen in Südamerika auch die Bezeichnung als Fischkatzen (nicht zu verwechseln mit der asiatischen Fischkatze) eingebracht.

In tropischen Regenwäldern kommt die Salzkatze nicht vor.

Salzkatze (Verbreitung)

Karte mit freundlicher Genehmigung von panthera.org

Unterarten der Salzkatze

Salzkatze

© 2014, Marcus Skupin

Kleinfleck-/Salzkatzen werden in vier Unterarten unterteilt.

Bolivianische Kleinfleckkatze (L. geoffroyi euxanthus);
Paraguay-Kleinfleckkatze (L. geoffroyi paraguae);
Salzkatze (L. geoffroyi salinarum);
Südliche Kleinfleckkatze (L. geoffroyi geoffroyi);


Felis himalayanus

Felis himalayanus, irreführendes Synonym

© 2013 Welt der Katzen / Abbildung nach "The natural history of the felinae", Naturgeschichte der Felinae" von Sir William Jardine, 1834

Kleinfleckkatzen

© 2011, Marcus Skupin

Salzkatzen haben im Gegensatz zu den meisten anderen Katzenarten nur 36 Chromosomen*, eine "Eigenschaft", die sie z.B. mit Margay und Oncille verbindet. Salzkatzen besitzen 2 Zitzenpaare. Im Regelfall werden 2 bis 3 Jungtiere geboren.

Die Kleinfleckkatze ist laut IUCN potenziell gefährdet (NT = near threatend). Bis in die 80er-Jahre wurde sie wegen ihres Fells bejagt. Mit Übernahme der Art von CITES, Anhang I nach Cites, Anhang II im Jahre 1992 endete der legale Pelzhandel.

Kleinfleckkatze

Salzkatze, auch Kleinfleckkatze genannt.

(C) 2006, Marcus Skupin

Fotos - Salzkatze

Quellen:

* Atlas of Mammalian Chromosomes; herausgegeben von Stephen J. O'Brien,Joan C. Menninger,William G. Nash; S. 513, John Wiley und Söhne, ISBN: 978-0-471-35015-6; 2006