Tigergesicht im Bambus
Hauskatze
Birmakatze auf Wiese
Sandkatze
Luchs am Wasser
Eurasischer Luchs
liegender Gepard
Hauskatzen am Topkapi

Gehirn & Nervensystem

Gehirn und Nervensystem der Katze

von Marcus Skupin | Welt der Katzen
Stand: 01.03.2017

Schaltzentrale des Katzenkörpers ist das Gehirn. Das Gehirn von Hauskatzen wiegt zwischen 20 und 28 Gramm und ist etwa 3,5 cm lang, 3,7 cm breit und 2,5 cm hoch.

Im Gehirn laufen alle Informationen der Sinnesorgane (Informationen über die Außenwelt der Katze) und Hormondrüsen der Katze zusammen. Diese Informationen werden den zuständigen Bereichen des Gehirns zugeleitet und dann dort analysiert. Über das Nervensystem werden anschließend die erforderlichen Befehle an den Körper übermittelt. Die "Herstellung" der zur Steuerung erforderlichen Hormone (z.B. Somatropin und Prolactin) erfolgt in der Hirnanhangdrüse, der sogenannten Hypophyse.

Das Gehirn selbst ist ein kompliziertes Gebilde. Es besteht aus mehreren Milliarden besonderer Zellen, den Neuronen. Jedes dieser Neuronen verfügt über bis zu 10.000 Verbindungen zu weiteren Zellen und kommuniziert mit anderen Neuronen über chemische Botenstoffe, die als Neurotransmitter bezeichnet werden. Diese Botenstoffe sind in der Lage Informationen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 400 km/h weiterzugeben.
Im Gehirn werden die Informationen, die der Katze angeboren sind (z.B. zum Sexualverhalten) ebenso gespeichert wie Informationen über erlernte Verhaltensweisen.

Die Aufgabenbearbeitung im Gehirn ist auf verschiedene Bereiche aufgeteilt. Das Großhirn ist der Sitz des "Bewusstseins". Im Stirnlappen werden die Bewegungen, die die Katze bewusst ausführt, gesteuert. Im Scheitellappen, im Hinterhauptlappen (visuelle und Sinneshaarreize; vgl. Vibrissen der Katze) sowie im Riechkolben werden die von den Sinnesorganen übermittelten Eindrücke ausgewertet. Für Verhalten und Gedächtnis der Katze sind die Schläfenlappen zuständig. Das Kleinhirn der Katze steuert ihre Motorik.

Das Gehirn von Hauskatzen ist übrigens etwas kleiner als das wilder Katzen. Grund hierfür ist, das bestimmte Bereiche des Gehirns nicht voll entwickelt werden (müssen), da das Leben bei und mit dem Menschen verschiedene Fähigkeiten der Katze wie z.B. die Jagd nur in geringerem Umfange erfordert.