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Ozelotkatze (Leopardus tigrinus)

Ozelotkatze

Ozelotkatze

Abb. n. Elliot, 1883: Felis tigrina

von Marcus Skupin | Welt der Katzen

Bei der Ozelotkatze (Leopardus tigrinus |SCHREBER, 1775), auch: Zwergtigerkatze oder Oncilla, handelt es sich nach neuesten, genetischen Untersuchungen aus dem Jahr 2013 tatsächlich um zwei Arten, die sich offenbar seit mehr als 100.000 Jahren nicht mehr untereinander fortpflanzen.

Die im südlichen Teil Brasiliens vorkommende Art wird nunmehr als Leopardus guttulus (Südliche Ozelotkatze) bezeichnet. Beide Arten gehören zu den Pardelkatzen.

Nach DO NASCIEMENTO (2017) [1] legt die Untersuchung von 250 Schädeln und Fellen von Ozelotkatzen aus Museumsbeständen nahe, dass es frühere eine weitere Art der Ozelotkatze gegeben haben könnte, die Östliche Ozelotkatze (Leopardus emiliae; Thomas, 1914), die allerdings wohl bereits ausgestorben ist.

Zwergtigerkatze oder Oncilla

  • Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)

  • Familie: Katzen (Felidae)

  • Unterfamilie: Kleinkatzen (Felinae)

  • Gattung: Leopardus (Leopard- /Pardelkatzen)

  • Art: Ozelotkatze (Oncilla)

Ozelotkatzen (Leopardus tigrinus) sind eine kleine Katzenart des südamerikanischen Subkontinents, die aufgrund ihres auffälligen Fells, das dem des Ozelots stark ähnelt, in der Vergangenheit stark bejagt wurde.

Ozelotkatzen ähneln zudem der Langschwanzkatze (Margay), was in der Vergangenheit zu zahlreichen Verwechslungen auch bei Wissenschaftlern geführt hat. Ozelotkatzen sind allerdings schlanker und weisen eine klarere Fellzeichnung auf. Außerdem ist das Fell der Ozelotkatze nicht so dicht wie das des Marguay.

Die geographische Verbreitung von Ozelot (Leopardus pardalis), Langschwanzkatze (Leopardus wiedii) und Ozelotkatze (Leopardus tigrinus) überschneidet sich zu großen Teilen.

Ozelotkatzen

Ozelotkatzen

© Marcus Skupin

Ozelotkatzen sind kaum erforscht, so dass es über die genauen Anforderungen der Art an ihren Lebensraum in Regenwald und Savannenlandschaft kaum Erkenntnisse aus der Wildnis gibt.
Bekannt ist, dass sie im Gegensatz zu den meisten anderen Katzenarten nur 36 Chromosomen haben. Auch die Hybridisierung der Ozelotkatze mit der Pampaskatze ist nachgewiesen.

Zwergtigerkatze

Zwergtigerkatze, Oncille

© 2010, Marcus Skupin

Oncilla-Statistik

Oncilla-Hybriden

Trotz unterschiedlicher Chromosomenzahl ist eine Verpaarung von Oncillas mit Hauskatzen möglich. Erstmals ging 1963 aus einer Verpaarung eines Oncilla-Männchens (Milagro) und einer Abessinierkatze (Iris) ...

Oncilla-Fortpflanzung

Ozelotkatzen sind das ganze Jahr über paarungsbereit. Die Tragzeit liegt zwischen 75 und 78 Tagen, die Wurfgröße zwischen 1-4 Kitten (im rechnerischen Durchschnitt 1,12 Jungtiere). Der Nachwuchs v...

Oncilla-Ernaehrung

Ozelotkatzen sind wie auch die Südliche Ozelotkatze gute Kletterer, halten sich jedoch überwiegend am Boden auf, wo sie meist kleinere Beute mit einem Gewicht bis zu 100 Gramm, selten auch größere ...

Oncilla-Lebensraum

Das Vorkommen der Ozelotkatzen ist aus Regionen in Höhen unter 500 Metern (Brasilien) bis zu Höhen von 4.800 Metern (Kolumbien) nachgewiesen...

Oncilla-Beschreibung

Ozelotkatzen (Oncillas) werden bis etwa 59 cm lang (Kopf-Rumpf-Länge) zuzüglich 20 bis 42 cm Schwanzlänge und erreichen ein Gewicht zwischen 1,5 und 3,5 Kilogramm.

Lesetipp:

Quellen / Berichte

Berichte:
* Leyhausen, P.; Falkena, M (1966) Breeding the Brazilian ocelot-cat (Leopardus tigrinus) in captivity. International Zoo Yearbook Vol 6; 176-182
* Falkena-Röhrle M.; Skupin, M. (Hrsg.) "Die zahmen Wilden und die wilden Zahmen...", Edition Welt der Katzen, Band I, ISBN: 3839103835, ISBN13: 978-3-8391-0383-8
* Falkena-Röhrle M., Skupin, M. (Hrsg.) "Die zahmen Wilden ...", gekürzte TB-Ausgabe, Edition Welt der Katzen, Band III, ISBN: 3842377452; ISBN-13: 978-3-8423-7745-5

Literatur:
* Trigo et al., Molecular Data Reveal Complex Hybridization and a Cryptic Species of Neotropical Wild Cat, Current Biology (2013), http://dx.doi.org/10.1016/j.cub.2013.10.046
[1] Do Nascimento, F.O.; Feijó, A. (2017). "Taxonomic revision of the tigrina Leopardus tigrinus (Schreber, 1775) species group (Carnivora, Felidae)". Papéis Avulsos de Zoologia. 57 (19): 231 264.

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Erhöhter Katzenausguck (Q)

© 2016, Marcus Skupin

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