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Katzenzüchter

Hobby: Katzenzucht

Der Katzenzüchter ist im Regelfall ein Mensch, der von einer bestimmten Rasse begeistert ist. Der sich für "seine" Rasse interessiert und begierig alle Informationen "aufsaugt", die sich zur Herkunft, zur Haltung und den Eigenschaften der jeweiligen Katzenrasse finden lassen.

Kurz gesagt Katzenzucht ist wie die Katzenhaltung eine Liebhaberei, ein Hobby. Doch lauern hier auch gesetzliche Stolpersteine!

Im Zuge der - oft langjährigen - Haltung einer bestimmten Katzenrasse kommt dann oft der Wunsch auf, die Rasse "zu verbessern".

Denkbar ist beispielsweise, dass sich Präferenzen bezüglich eines bestimmten Typs der Katzenrasse ergeben oder dass bestimmte genetische Dispositionen hervorgehoben oder ausgemerzt werden sollen, um mögliche erbliche Erkrankungen und gesundheitliche Einschränkungen zu vermeiden.

Doch dieser an sich lobenswerte Verbesserungswunsch birgt auch Gefahren, denn mit jeder sichtbaren Änderung greift der Züchter auch in die Genetik der Katze ein und dabei kann es dann durchaus zu unerwünschten, im schlimmsten Fall gesundheitsschädigenden oder tödlichen Folgen für die Katzennachkommen kommen.

Nicht missverstehen! Es geht hier nicht darum, Dir die Katzenzucht zu vermiesen.

Im Gegenteil. Die Katzenzucht ist ein wundervolles Hobby.

Jeder angehende Züchter sollte sich jedoch vor Zuchtbeginn bewusst machen, das er/sie für die Zucht ein gewisses "Handwerkszeug" benötigt. Hierzu gehört beispielsweise:

Handwerkszeug für Züchter

  • Kenntnisse über die Bedürfnisse von Katzen,

  • Kenntnisse über die jeweilige Rasse

  • Kenntnisse über den Rassestandard

  • Kenntnisse über mögliche Erkrankungen der Katze, deren Vermeidung und Vorsorge

  • erforderliche Untersuchungen für Elterntiere und ggf. Nachwuchs auf vererbbare Krankheiten (z.B.: HCM, PKD, PRA und andere)

  • medizinische Grundkenntnisse insbesondere bei Geburten, evtl. erforderlicher Handaufzucht,

  • Grundkenntnisse der Genetik

  • die Bereitschaft zur ständigen Fortbildung und Vertiefung der Kenntnisse,

  • die Bereitschaft Erfahrungen von anderen (Züchtern) anzunehmen und von ihnen zu profitieren,

  • genügend Zeit um die Bedürfnisse der Katzen zu erfüllen,

  • genügend Platz um die Katzen artgerecht zu halten und notfalls auch einmal trennen zu können,

  • einen guten Tierarzt, der sich idealer Weise auch mit Katzengeburten etc. auskennt,

  • einen sicheren finanziellen Rückhalt (Versorgung und medizinische Betreuung der Katzen; auch im Notfall z.B. bei einem erforderlichen Kaiserschnitt)

  • rechtliche Kenntnisse (z.B. Vertragsrecht, Gewährleistungsrecht, ...)

Was auch nicht zu unterschätzen ist, sind die emotionalen Herausforderungen, die bereits damit beginnen, die liebevoll aufgezogenen Kitten irgendwann abgeben zu müssen.

Selbstverständlich wird jeder Züchter Wert darauf legen, seine Jungtiere nur in beste Hände weiterzugeben. Nichts desto trotz fällt die Trennung schwer, muss aber sein, denn selbst der größte Züchterhaushalt kann natürlich nicht alle aufgezogenen Rassekätzchen behalten. Wer sich also von den Kleinen nicht trennen kann, wird voraussichtlich spätestens nach dem zweiten Wurf sein Hobby wieder aufgeben müssen ;)

Zudem sollte sich der angehende Züchter darüber im Klaren sein, dass trotz aller Liebe und Aufopferung, die in die Zucht investiert wird, Krankheiten, Totgeburten und andere "Schicksalsschläge" nicht immer vermeidbar sind. Auch mit solchen Fällen muss der Züchter umgehen können.

Doch keine Angst, die schönen Momente in der Katzenzucht wiegen die weniger schönen um ein Vielfaches auf.

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