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7 Leben der Katze

Sieben (7) Leben hat die Katze...

Birmakatze Hannah

Cyrielle's Hannah

© 2009, Marcus Skupin

Katzen haben sprichwörtlich 7 Leben. Wenn auch niemand sagt, wie lang ein einzelnes davon währt, ... doch es könnten auch neun Leben sein ...

Dem deutschen Sprichwort zur Folge hat die Katze sieben Leben. Oder auch neun, wenn man lieber unseren britischen Nachbarn Glauben schenken will. Ob nun 9 oder doch "nur" 7 Leben, einig ist sich der Volksmund in einem ... - Katzen sollen mehr als ein Leben haben.

Die Symbolik der 7 vereint die Zahl 3 der christlichen, "Heiligen Dreifaltigkeit" mit der 4 der "vier Elemente". Hier reihen sich die symbolischen 7 Leben der Katze in die - Erschaffung der Welt in 7 Tagen, - die 7 Tugenden, - die 7 Todsünden und die 7 Sakramente der katholischen Kirche (die Reihe lässt sich fast beliebig fortsetzen) ein.

Die 9 symbolisiert das Göttliche beispielsweise bei den Kelten. Bei ihnen steckte in der Neun das ganze Universum. Drei mal die - göttliche Zahl - Drei ergab für die Kelten etwas Absolutes. Des weiteren ist in der Neun die 5 als Zahl für Zeit und Raum sowie die 4, die Zahl der Himmelsrichtungen vereint. Aber auch als diabolisches Zeichen wurde die 9 zeitweise gesehen.

Beide Kulturkreise gestehen der Katze also mystische Eigenheiten zu, die durch die Anzahl zusätzlicher Leben ausgedrückt werden.

Nun ist es natürlich so, dass uns mit unserem heutigen Wissen durchaus klar ist, dass Katzen, wie auch alle anderen Lebewesen, tatsächlich nur ein Leben besitzen. Fakt ist jedoch auch, das die mystischen Eigenschaft, mehrere Leben zu besitzen, den Katzen nicht von ungefähr zugeschrieben wird. - Denn Katzen besitzen tatsächlich mehrere Eigenschaften, die sie in Situationen überleben lassen, die den meisten anderen Tieren den Tod bringen würden.

Zunächst einmal besitzen Katzen den sogenannten Stellreflex. Dieser Reflex bewirkt, dass eine Katze, die aus großer Höhe stürzt, sich automatisch dreht und dadurch in die richtige Landeposition bringt.

Außerdem verfügt das Katzenskelett über eine nahezu perfekte Federung, die zusammen mit der flexiblen Wirbelsäule, gepolsterten Pfoten und dehnbaren Gelenken die Möglichkeit eröffnet, im Falle eines Sturzes die Aufprallenergie zu absorbieren.

Zusammengenommen bedeutet dies, dass Katzen bei einem Sturz aus größerer Höhe (etwa ab der 7. Etage eines Gebäudes) oft kaum oder gar unverletzt landen können. Wissenschaftlichen Untersuchungen zur Folge spielt es ab der genannten Höhe übrigens keine Rolle mehr, ob der Sturz aus der 7. oder der 28. Etage stattfindet. Die maximale Fallgeschwindigkeit von etwa 80 km/h wird nämlich bereits nach etwa 30 Metern Höhe erreicht.

Dass trotz Stellreflex und Federung bei niedrigerer Höhe die Zahl der Verletzungen und auch tödlichen Abstürze erheblich steigt, liegt übrigens daran, dass der Katze in diesen Fällen nicht genug Zeit bleibt um die erforderliche Körperdrehung zu vollenden.

Wir alle wissen, dass Katzen in früherer Zeit als Gefährten von Hexen und Zauberern galten. Hexen konnten sich angeblich gar in Katzen verwandeln. Um nun diese satanischen Wesen zu vernichten, wurden sie beispielsweise von Kirchtürmen geworfen um sich ihrer zu entledigen.

Wie gefährlich muss dieses Tier daher dem abergläubischen Menschen erschienen sein, wenn es nach einem solchen Sturz unverletzt entschwand.

Einzige Erklärung zu damaliger Zeit: Die Katze hat mehrere Leben .. und in Verbindung mit der Symbolik der Zahlen wurden daraus je nach Kulturkreis 9 - oder im schlechteren, deutschen Fall: halt "nur" 7 - Leben.

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"Von dem Nutzen dieses Thieres lässt sich nicht viel sagen. Es ist zwar in unsern Häusern gewissermassen nothwendig geworden. Aber die blosse Liebhaberey für eine Katze kann man um so weniger entschuldigen, als diese in der That oft ein wahrhaft gefährlicher Feind für ihren Besitzer werden kann.

Es lässt sich an den traurigen Beyspielen, die man von der Tücke und Grausamkeit der Katze erzählt, im Ganzen nicht zweifeln, und nicht minder ausgemacht scheint es, dass viele Theile der Katze, selbst ihr Odem und ihre Ausdünstung für den Menschen ein gefährliches Gift enthalten.
Schon manche blinde Liebhaber dieses Thieres, die ihm in Schlafgemächer und selbst Bettstellen einen ungehinderten Zutritt gestatteten, sollen ihre Vorliebe mit einem frühen Tode gebüsst haben."

Naturhistorische Beschreibung der Säugthiere, Band 1 nach Buffon, bearbeitet von Karl Schmid, 1814

Bastet

Bastet

© 2012, Marcus Skupin

In früheren Zeiten, im Alten Ägypten war die Katze nicht nur als Mäusefänger beliebt. Sie hatte vielmehr einen göttlichen Status, was nicht zuletzt durch die zahlreichen Gottheiten bezeugt wird, die mit kätzischen Attributen ausgestattet wurden.

Liebe ist das höchste Gut der Welt! Wo Du sie findest, halte sie fest - denn ohne sie kannst Du nicht leben.

Marcus Skupin, 1982

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