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Luchse (Lynx ...)

Allgemeines / Verbreitung

Der Luchs

Der Luchs

© 2010, Marcus Skupin

von Marcus Skupin | Welt der Katzen

Der Eurasische Luchs (Lynx lynx, oft auch Felis lynx) ist die größte in Europa vorkommende Wildkatze.

Luchse kommen in mehreren Arten vor. In Europa gibt es zwei Arten, den größeren Eurasischen Luchs, auch Nordluchs genannt (Lynx lynx) sowie eine kleinere Art, den iberischen Pardelluchs (Lynx pardinus).

In Mittel- und Westeuropa wurde der Luchs stark bejagt und kommt dort leider kaum noch vor. Zwischenzeitlich wird in verschiedenen Ländern (z.B. Schweiz, Österreich, Deutschland) erfolgreich daran gearbeitet, Luchse wieder auszuwildern. Der Luchs gehört damit zwischenzeitlich wieder zu den in Deutschland lebenden Großraubtieren.

Eine spanische Studie über den Pardelluchs aus dem Jahre 1991 wies etwa 16 Tiere auf 100 qkm nach. Der Pardelluchs gehört damit zu den seltensten Katzenarten und steht kurz vor dem Aussterben. Ein Auslöser der Problematik für den Pardelluchs dürfte der Rückgang der Hasenpopulationen durch Erkrankungen gewesen sein. Seit vielen Jahren wird versucht, die Population des Pardelluchses wieder aufzubauen. Schwierigkeiten ergeben sich dabei zu einen daraus, dass Pardelluchse nur alle zwei Jahre Nachwuchs bekommen (im Regelfall zwei Jungtiere). Hinzu kommt das Phänomen, dass die Jungtiere sich oftmals in einem Alter von etwa sechs Wochen - ohne ersichtlichen Grund - bekämpfen und es dabei häufig zu Todesfällen kommt.

Übrigens: zur "Blutabnahme" werden bei Pardelluchsen große Wanzen eingesetzt, die man unter der Schlafstätte platziert (Godall, Jane: Die Erde gehört uns nicht allein, 2011). Schläft der Luchs, wird die Wanze aktiv. Wenn sie sich vollgesogen hat wird sie unter der Schlafstätte der Luchse entfernt und das Blut für anstehende Untersuchungen abgesaugt.

Verbreitungskarte Eurasischer Luchs

eurasischer Luchs (hier noch "Felis lynx")

eurasischer Luchs (hier noch "Felis lynx")

© 2013 Welt der Katzen / Abbildung nach "The natural history of the felinae", Naturgeschichte der Felinae" von Sir William Jardine, 1834

Pardelluchse kurz vor dem Aussterben

Eurasischer Luchs

Eurasischer Luchs

© 2005, Marcus Skupin

Der iberische Pardelluchs (felis lynx pardinus) ist die gefährdetste aller Wildkatzenarten. Nach Schätzungen aus dem Jahr 2003 leben auf der iberischen Halbinsel noch etwa 200 Tiere.

Noch bis vor etwa 50 Jahren bevölkerte der Pardelluchs weite Teile Spaniens. Hauptursache des Rückgangs waren eingeschleppte Epidemien unter den spanischen Wildkaninchen, die bei diesen zu einer Todesrate von fast 80 % führte.

Heute existieren nur noch zwei räumlich getrennte Populationen, die bereits einen hohen Inzuchtgrad aufweisen. Nach Feststellungen spanischer Tierschützer ist davon auszugehen, dass die Anzahl der weiblichen Tiere in gebärfähigem Alter bei höchstens 30 Stück liegt.

Verbreitungskarte Pardelluchs

weitere Luchsarten

Luchs

Luchs

© 2015, Marcus Skupin

Zwei weitere Arten bewohnen den amerikanischen Kontinent. Der Rotluchs (Lynx rufus) mit seinen 12 Unterarten, sowie der weiter nördlich lebende Kanadaluchs (Lynx canadensis), der größere Pfoten und längere Beine besitzt, was ihm nicht unerhebliche Vorteile auf verschneitem Terrain verschafft.

Der Luchs wird grundsätzlich im Cites-Anhang 2 als gefährdet eingestuft. Abweichend hiervon ist der iberische Pardelluchs extrem gefährdet.

Verbreitungskarte Rotluchs

Verbreitungskarte Kanadaluchs

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© 2016, Marcus Skupin

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