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Katze und Judentum

Wie im Christentum, so wird auch im Judentum die Schöpfungsgeschichte der Welt erzählt.

23. Und es wurde Abend und wurde Morgen: der fünfte Tag.

24. Und Gott sprach: Es bringe hervor die Erde Leben-Atmendes nach seiner Art, Vieh und Gewürm und Getier des Landes nach seiner Art; und es wurde also.

25. Also machte Gott das Getier des Landes nach seiner Art und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art, und Gott sah, dass es gut war.

26. Und Gott sprach: Lasst uns machen einen Menschen in unserem Bilde nach unserer Ähnlichkeit; und sie sollen bewältigen die Fische des Meeres und das Federvieh des Himmels und das Vieh und die ganze Erde, und all das Gewürm, das sich regt auf Erden.

27. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn; Mann und Frau schuf er sie.

28. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, und füllet die Erde und macht sie euch Untertan, und bewältiget die Fische des Meeres und das Federvieh des Himmels und alles Getier, das sich regt auf Erden.

29. Und Gott sprach: Siehe, ich gebe euch alles Kraut Samen tragend, das auf der Fläche der ganzen Erde ist und jeden Baum, an welchem Baumfrucht, Samen tragend, zum Essen für euch.

30. Und allem Getier des Landes und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich reget auf der Erde, worin ein Lebensodem (gebe ich), alles grüne Kraut zum Essen; und es wurde also.

(Die Torah – 1. Buch Moscheh: Bereschit)

Im Talmud, der aus zwei Teilen, der Mischna sowie der Gemara besteht, wird erklärt, wie die biblischen Regeln im Alltag anzuwenden sind.

Zahlreiche Textstellen beschäftigen sich auch mit der Katze. Katzen konnten beispielsweise wie auch Wiesel und Igel zur "Reinigung der Häuser" genutzt werden.

Einige Beispiele:

Mischna Thora, Gesetz über Diebstahl und verlorene Gegenstände 15, 17:

"eine böse Katze, die Kinder tötet, soll nicht am Leben erhalten werden ..."

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Rabbi Solomon ben Abraham Adret, (1235 - 1310)

"Es geschieht jeden Tag, dass sich eine Katze an einen Ort begibt, an dem sich Hühner aufhalten, ohne dass wir beunruhigt wären. .. es ist möglich, dass die Katzen, die man bei uns findet, in Anwesenheit von Geflügel gezähmt wurden... es gibt auch Leute mit der Ansicht, solange wir nicht erblicken, wie eine Katze ein Huhn verfolgt und angreift, sollten wir nicht bangen; nur in einem solchen Fall sollten wir besorgt sein."

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Rabbi Jochanan

Würde die Tora nicht verliehen worden sein, so könnten wir Keuschheit von der Katze lernen (Erub. 100 b).

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