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Hauskatzenfelle

Raederkatzenfell

Raederkatzenfell

Bild: Thomea Wydra, CC-Lizenz

Einen nicht zu unterschätzenden Handelsartikel liefern unsere zahmen Hauskatzen. Ihr Fell findet als Joppen- und Herrenpelzfutter oder zu Westen vielfach Verwendung, hauptsächlich die naturfarbig grauen und schwarzen, die im Handel Genotten genannt und verhältnismäßig gut bezahlt werden. Sie geben einen guten Ersatz für echten Skunks. Besonders schöne Katzen kommen aus Holland (friesische Katzen). Katzenfelle halten sehr warm und sind ihrer elektrischen Eigenschaften wegen besonders älteren Leuten zu empfehlen, die an Gicht oder Rheumatismus leiden [1].

Bis in die Nachkriegszeit waren Pelze aus Hauskatzenfellen relativ häufig. Noch 1970 heißt es, "Im Gegensatz zu den Hunden sind unsere Katzen, die Pussis und Peters und wie sie sonst heißen mögen, recht angesehene Pelztiere". - Im Jahr 2002 haben die deutschen Pelzfachverbände für ihre Mitglieder mit Rücksicht auf die aufgekommene Diskussion in den westlichen Ländern eine freiwillige Verzichtserklärung auf den Handel mit Hundefellen und von Hauskatzenfellen unterzeichnet (zusammen mit dem Welt-Pelzdachverband IFTF, International Fur Trade Federation).

Nach der Verordnung (EG) Nr. 1523/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2007 wurde ein Verbot des Inverkehrbringens sowie der Ein- und Ausfuhr von Katzen- und Hundefellen sowie von Produkten, die solche Felle enthalten, in die bzw. aus der Gemeinschaft erlassen. Eine Ausnahme sind Einfuhren ohne kommerziellen Charakter. Die Verordnung trat am 31. Dezember 2008 in Kraft.

Nach Fellfarbe wurden die Felle wie folgt unterschieden:

Schwarze Katzen (Genottenkatzen, früher auch Janotte), einfarbig schwarzbraun bis fast schwarz.

Blaue Katzen (Kartäuserkatze), sehr selten. Einfarbig dunkelblau.

Zypernkatzen (auch Cyperkatze), häufig. Gelblichgrau bis blaugrau mit regelmäßigen schwarzbraunen bis schwarzen Querstreifen und Flecken.

Räder- oder Marmorkatzen, wildgrau bis blaugrau mit regelmäßigen schwarzbraunen bis schwarzen Querstreifen und Flecken.

Feuerkatzen, rotgelb mit Flecken und Streifen wie die Zypern- und Räderkatze.

Donner- und Blitzkatzen, auf schwärzlichem Grund, rot, gelb, auch grau, rot und gelb gefleckt.

Scheckenkatzen (Bunte Katze), die Grundfarbe ist weiß mit unregelmäßigen größeren schwarzen, roten, grauen Flecken, mitunter auch dreifarbige Flecken.

Müllerkatzen, hellblauer Grund durchsetzt mit schwarzen Tupfen.

Die Rassekatzen spielten für die Pelzverarbeitung keine nennenswerte Rolle. Langhaarrassen galten für Pelzzwecke als nicht verwendbar.

Bis zum Ersten Weltkrieg wurden Katzenfelle, neben der Verwendung bei Rheuma-Erkrankungen (siehe auch Leibwärmer), fast ausschließlich zur Fütterung sogenannter "Gehpelze" verarbeitet, erst später erfolgte die dann auch die Verwendung als Außenpelz.

Noch bis Anfang 2010, als die Einfuhr von Katzenfellen verboten wurde, verwendete man die Felle zum Nachweis elektrischer Aufladung von Kunststoffen und anderem, beispielsweise bei den Technischen Überwachungsvereinen und an Schulen.

Die Felle wurden immer nach der Farbe und Musterung und nicht nach der Herkunft unterschieden. Die letzten Anlieferungen erfolgten, zu Platten vorkonfektioniert, aus China, wo sie auch heute noch verarbeitet werden (meist Zypernkatzen).

Der Gepard

Gepard

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© Marcus Skupin

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Marcus Skupin, 1982

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