Margay-Beschreibung

Langschwanzkatze ( Margay
Langschwanzkatze ( Margay © Marcus Skupin, 2011

Langschwanzkatzen sind verhältnismäßig kleine, schlanke Tiere, die auf einer gelblich-beigen Grundfarbe ein dunkles Muster aus Flecken und Streifen aufweisen. Die Unterseite von Bauch und Schwanz ist erheblich heller als das übrige Körperfell. Als abweichende Fellfarbe kommen auch Exemplare mit gräulichem bis zimtfarbener Färbung vor.

KRUENITZ (1786) schreibt über die Langschwanzkatze: "Es kommt, der Größe und Leibesgestalt nach, mit der wilden Katze überein, außer daß es einen mehr viereckigen Kopf, eine nicht so kurze Schnauze, rundere Ohren und einen längern Schwanz hat. Auch sein Haar ist kürzer, als das Haar der wilden Katze. Es hat eine falbe Grundfarbe, und ist mit Streifen, Strichen und schwarzen Flecken gezeichnet. Es ist sehr schwer zu zähmen, und verliert sein grimmiges Naturell niemahls. Es wechselt sehr in Ansehung der Farben." [5]

Die Tiere werden - inklusive Schwanz - bis zu 1,30 Metern lang (Kopf-Rumpf-Länge bis 80 cm) und können ausgewachsen ein Gewicht zwischen 3 und 7 Kilogramm (Weibchen 3-5 kg, Männchen 3-7 kg) erreichen. Meist werden Marguays allerdings nur bis etwa 4 kg schwer. BREHM gibt die Schulterhöhe der Langschwanzkatze mit 20 cm bis 25 cm an. [3]

Margays haben, wie alle nachtaktiven Tiere, sehr große Augen. Ihr Fell fühlt sich weich und dick an.

Langschwanzkatzen (und übrigens auch Ozelot und Onzille) unterscheiden sich von den übrigen Katzenarten durch die Anzahl der Chromosomen, die bei ihnen nur 36, bei den anderen Arten hingegen 38 beträgt.

Margay werden häufig mit der Ozelotkatzen (Oncilla) verwechselt. Ein Unterscheidungsmerkmal ist die Strichrichtung des Nackenfells. Bei der Oncilla (Leopardus tigrinus) sind die Nackenhaare nach hinten gerichtet, beim Margay (Leopardus wiedii) hingegen nach vorn. [4]

Quellen:

[1] De la Rosa, Carlos Leonardo; Nocke, Claudia C.: A Guide to the Carnivores of Central America: Natural History, Ecology, and Conservation; University of Texas Press, 2000
[2] Krakauer, A.: "Leopardus wiedii" (On-line), Animal Diversity Web. Accessed at http://animaldiversity.org/accounts/Leopardus_wiedii/ (2002)
[3] Brehm, Alfred: Thierleben (1884)
[4] Nasciemento, F.O. & Feijó, A.: Taxonomy of Tigrina, Leopardus Tigrinus, (2017), S. 246
[5] Kruenitz, Johann Georg, et. al.: Oekonomische Encyclopaedie oder allgemeines System der Staats- Stadt-, Haus- und Land-Wirthschaft, und der Kunstgeschichte, Band 36, 1786, S. 259