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Glossar - H

Haarbalg?

Der Haarbalg (auch Haarfollikel) ist eine längliche Einstülpung der Haut in der am unteren Ende das Haar gebildet wird und am oberen Ende aus der Haut austritt. In den Haarbalg münden Talg- und zum Teil auch Duftdrüsen.

Haarballen?

Durch das Putzen mit der Zunge werden lose Haare verschluckt und sammeln sich in Magen oder Darm an. Dort werden sie zu einem Ballen zusammengedrückt und von Zeit zu Zeit ausgeschieden (oder ausgewürgt). Die Gabe von Katzengras unterstützt das Auswürgen.

Hämatokrit?

Hämatokrit (Hkt oder Hk) ist ein Blutwert, der den Anteil der zellulären Bestandteile am Volumen des Blutes bezeichnet (Volumen der Blutkörperchen zum Gesamtvolumen des lutes). Der Wert ermöglicht insbesondere eine "Messung" des Anteils der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) im Blut. Diese machen etwa 96% der zellulären Bestandteile aus. Der Wert lässt ebenfalls eine Aussage bezüglich des Wasserhaushaltes eines Lebewesens zu.

Hauskatze?

Unter einer Hauskatze versteht man eine Katze in deren Stammbaum sich nicht reinrassige Katzen oder Katzen unbekannter Herkunft wiederfinden (würden). Auch Rassemischungen machen eine Katze zur Hauskatze.

Hauskatzen entstehen im Gegensatz zu den Rassekatzen meist nicht aus geplanten Verpaarungen.

Hauskatzengruppe?

siehe unter Wildkatzengruppe. Mehr unter Taxonomie.

Holub, Emil?

Dr. Emil Holub (Afrikaforscher) war ein böhmischer Arzt. Er wurde am 07. Oktober 1847 in Holitz geboren.

Holub startete im Jahr 1872 nach Südafrika. Von dort aus unternahm er mehrere Expeditionen durch Afrika. er schrieb mehrere Bücher über seine Zeit in Afrika. Vorbild Holubs war David Livingstone.

Holub starb am 21. Februar 1902 in Wien.

Hybridisation?

Kreuzung fremder Arten, die sich natürlicherweise nicht paaren würden, da sie z.B. räumlich voneinander getrennt vorkommen. Die Nachkommen nennt man Hybriden. Sie sind oftmals (zumindest in den ersten Generationen) unfruchtbar.

siehe auch: Hybridkatzen, Katzenhybriden

Hyrkanien?

Hyrkanien ist die Bezeichnung einer antiken Landschaft am südlichen Rand des Kaspischen Meeres, die heute politisch zu dem Iran und Turkmenistan gehört.

Einzelheiten in folgendem, bearbeiteten Auszug aus Pierer's Universal-Lexikon, Band 8., Altenburg 1859, S. 690:

Hyrkanien - Landschaft in Asien; zwischen Margiana, Aria, Parthia, Media und dem Kaspischen Meere, dessen südöstlicher Theil deshalb auch Hyrcanium mare hieß; bewässert von vielen kleinen, dem Kaspischen See zuströmenden Flüssen (Oxos, Maxera, Sarnios, Sideris, Charinda, Sokanaa) und Bächen; ganz von Gebirgen umgeben (Seriphi Montes, Labuta, Koronos), selbst von Gebirgen durchzogen, besaß, namentlich der südliche Saum Sirakona, einen großen Reichtum an Korn, Wein, Obst, besonders Feigen. Auf den Bergen große Waldungen. Es gab wilde Tiere, besonders Tiger, und viele wilde Bienen, daher großer Reichthum an Honig. [...]

Die Hyrkaner zerfielen in die Stämme der Maxerä, Astabeni u. Chrendi. Hauptstadt: Zadrakarta, später Hyrkania, nach Polybios unter den Seleukiden Syrinx genannt.

H. wurde früh von den Medern und Persern unterjocht und durch Statthalter regiert; es teilte immer das Schicksal des Perserreichs, hatte aber eine Zeit lang eigene Herrschaft, früher gehörte auch Margiana, ja selbst Parthien zu H., und erst unter den Nachfolgern Alexanders des Großen wurde es von Margiana getrennt und bildet jetzt die Provinz Masenderan.