LaPerm

La Perm
La Perm (C) Hans Pete Worel

LaPerm sind durch ihr lockiges Fell unverwechselbar. Sie zeichnen sich durch ein weiches Fall mit lockeren, luftigen Wellen und federnde Löckchen aus.
Die Katzen besitzen alle drei Haartypen und die Felltextur beruht auf der Lockenform und der Mischung der einzelnen Haartypen.

Die Katzen sind intelligent. neugierig und aktiv und beweisen ihren Einfallsreichtum, wenn es darum geht entfernte Spielzeuge zu erobern. Die LaPerm sind mittelgroße Katzen, der Körperbau ist semi-foreign, mittelgroß mit langen Beinenund sie blicken mit Unschuldsmiene aus großen, mandelförmigen Augen in die Welt. Die Kopfform der LaPerm ist keilförmig mit sanft gerundeten Konturen.
Die Katzen sind liebevoll und kommen gut mit Kindern und anderen Haustieren zurecht.Die Halskrause der Katzen weist die längsten Locken auf. Selbst in den Ohren sind die Haare gelockt. Zudem haben die Katzen Haarbüschel an den Ohrspitzen und viel Fell auf der Ohrenrückseite. Bei gelockten Tieren macht die Schwanzbehaarung einen gefiederten Eindruck während sie bei kurz- und glatthaarigen Tieren eher wie eine Flaschenbürste aussieht.
Die Felllänge variiert mit den Jahreszeiten und dem fortschreitenden Alter der LaPerm.

Die LaPerm geht auf eine braune Tabbykatze (Speedy) zurück. Am 1. März 1982 brachte Speedy in einer Scheune in Oregon, USA sechs Kätzchen zur Welt. Eines der Kitten war ein dünnes, haarloses Tierchen mit riesigen, weit auseinander liegenden Ohren und einer Haut auf der ihr Tabbymuster wie eintätowiert wirkte.
Besitzerin Linda Koehl nannte das Kätzchen "Curly", nachdem diese sich etwa 6 Wochen später in einem zunächst spärlichen, aber lockigen brauntabbyfarbenem Kurzhaarfell präsentierte. Mit zunehmendem Alter wuchs Curly weiches, gewelltes Haar.

Curly wurde mit einem Farmkater verpaart. Aus der Verpaarung gingen 5 Kater hervor, die ebenfalls alle bei der Geburt kahl waren. In späteren Würfen Curlys zeigten sich nur noch gelegentlich kahle Kitten.

Da Curly und ihre Nachkommen besonders anhänglich und menschenbezogen waren, begann Linda Koehl, die Rasse gezielt zu züchten und gab der Züchtung schließlich den von der Dauerwelle (engl.: permanent perm) abgeleiteten Namen "La Perm", nachdem die neue Züchtung zu Beginn auch als Alpaka-Katze (alpaca cat) bezeichnet wurde.

Etwa 90% des Nachwucheses wurden zunächst haarlos geboren. Sie entwickelten nach wenigen Monaten ebenfalls das weiche Lockenfell. Katzen, die mit glattem Haar geboren wurden, behielten dieses glatte Fell.

Eines Tages jedoch änderten sich die Regeln mit der Geburt eines männlichen, glatthaarigen redpoint Kitten mit dem Namen Snow Fire. Während seinen haarlosen Wurfgeschwistern mit der Zeit lockiges Haar wuchs, verlor Snow Fire sein glattes Fell, bis dieses schließlich ganz spärlich war. Als das Fellwachstum wieder einsetzte, wuchs es wie bei seinen Wurfgeschwistern in Wellen. Sogar seine Schnurrhaare wellten sich.

Seit diesem Zeitpunkt kommen auch bei Verpaarungen von glatthaarigen LaPerm mit Hauskatzen gelegentlich Nachkommen mit lockigem Fell auf die Welt.

Das Lockenfell der LaPerm wird dominant vererbt und ist in jeder Fellfarbe zulässig. Besondere Wirkung entfaltet das Fell der LaPerm bei roten Tieren.
Die Rasse wird heute sowohl mit dem ursprünglichen kurzen Fell als auch in einer halblanghaarigen Variante gezüchtet.

Alle LaPerm machen zwischen der 6. Woche und dem 5. Monat ihres Lebens eine Phase durch, während der das Fell dünner wird und die Tiere auch partiell kahl werden können. Bei erwachsenen, potenten Tieren kann eine solche Kahlphase später erneut auftreten. Sie wird dann auf Hormonumstellungen und / oder Stress zurückgeführt.

Linda Koehl züchtet die LaPerm zwischenzeitlich gezielt unter dem Zwingernamen "Kloshe".

Quellen:

* The International Cat Association, Katzenrassen, Stand März 2016
* Smeraldas LaPerm Katzen (smeraldas.de), abgerufen am 23.03.2016
* Sarah Hartwell, Cat Breed List, (messybeast.com), abgerufen am 26.03.2016