Tigergesicht im Bambus
Hauskatze
Birmakatze auf Wiese
Sandkatze
Luchs am Wasser
Eurasischer Luchs
liegender Gepard
Hauskatzen am Topkapi

Geschlechtsorgane

Geschlechtsreife

Geschlechtsorgane des Katers

Abb.: nach Ellenberger, Anatomie d. Haussäugetiere, 1912

Haus- und Rassekatzen werden überwiegend in einem Alter ab ca. 6-7 Monate geschlechtsreif. Bei den Rassekatze ist zu beobachten, dass bei Kurzhaarrassen die Geschlechtsreife zum Teil erheblich eher (bereits im späten 4. oder 5. Lebensmonat) einsetzt, werden mache Langhaarkatzen z.B. Perser oft erst mit über 1 Jahr geschlechtsreif werden.

Mit dem Einsetzen der Geschlechtsreife werden vom Gehirn, genauer von der Hypophyse, der Hirnanhangdrüse, Hormone ausgeschüttet. Diese Hormone (Follikel stimulierendes Hormon; FSH) werden mit dem Blut zu den Geschlechtsorganen transportiert und sorgen dort beim Kater für die Bildung von Sperma und Testosteron, bei der Katze für die Bildung von Eiern und Östrogenen.

Die weiblichen Geschlechtsorgane

Die weiblichen Geschlechtsorgane sind die Eierstöcke, die Eileiter, Gebärmutter (Uterus) sowie Vulva und die Gesäugeleiste mit den Zitzen.

Katzen sind saisonal polyöstrisch, was bedeutet, das sie mehrfach im Jahr paarungsbereit (rollig) werden, diese Paarungsbereitschaft aber in einem bestimmten Zeitabschnitt des Jahres am stärksten ist. Es besteht nämlich eine Abhängigkeit mit der Tageslichtmenge. Je größer die Menge Tageslicht, die auf die Katze "einwirkt" je aktiver ist diese, da das Tageslicht die Produktion des Hormones FSH in der Hirnanhangdrüse bestimmt.

Im Vaginalsekret der Katze werden Pheromone gebildet, die die Fortpflanzung unterstützen. Ausführlichere Informationen hierzu im Abschnitt: Sexualverhalten.

Die männlichen Geschlechtsorgane

Sexualverhalten Löwe

Löwenliebe

© Marcus Skupin

Die männlichen Geschlechtsorgane bestehen aus den relativ kleinen Hoden mit den eng anliegenden Nebenhoden sowie der Prostata, den Samenleitern und dem Penis als eigentliches Begattungsorgan.

Sobald die Geschlechtsreife des Katers eingetreten ist, ist dessen gesamtes Fortpflanzungssystem ständig zur Paarung bereit. Nimmt der Kater den Geruch einer paarungsbereiten Katze auf, wird verstärkt das bereits genannte FSH ausgeschüttet, das die Produktion von Spermien in den Hoden anregt. Die Hoden liegen ausserhalb des Körpers im Skrotum, dem Hodensack, da zuviel Wärme die Spermienproduktion stört und die Spermien schädigen kann.

Bis sie tatsächlich benötigt werden, werden die fertigen Spermien in den Nebenhoden gespeichert um zum Begattungszeitpunkt zur Verfügung zu stehen.
Von dort aus werden sie im Bedarfsfalle durch die beiden Samenleiter zunächst zur Vorsteherdrüse transportiert. In der Vorsteherdrüse (Prostata) erfolgt eine Anreicherung mit einem Transportsekret, womit der Weg der Spermien innerhalb des Katers allerdings noch immer nicht beendet ist. In der Bulboutheraldrüse erfolgt schließlich eine weitere Sekret-Anreicherung. Hierdurch wird die Beweglichkeit der Spermien weiter erhöht und nun sind diese "bereit", den Körper des Katers zu verlassen und das Wunder des Lebens von neuem beginnen zu lassen... Ein Hauskatzenkater verfügt übrigens über bis zu 0,3 Milliliter Ejakulat.

Einzelheiten zum kätzischen Sexualverhalten.