Beutefangverhalten der Katze

von Marcus Skupin | Welt der Katzen
veröffentlicht am 05. September 2005 (Stand: 18. Juli 2021)

Jagen ist angeboren

Katzen sind Raubtiere (Beutegreifer), denen das Jagdverhalten überwiegend angeboren ist. Selbstverständlich muss dieses angeborene Verhaltensmuster geübt werden, weshalb junge Katzen von der Mutter zunächst tote, schließlich lebende Beutetiere zum Üben vorgelegt bekommen.

Da die Beute kleiner ist als sie selbst, benötigt die Hauskatze bei der Jagd keine Unterstützung. Sie jagt allein. Für die Jagd wendet die Katze im Durchschnitt 3 bis 4 Stunden täglich auf.

Im Gegensatz zu Wildkatzen, die meist dämmerungs- oder nachtaktiv sind, ist die Hauskatze zumeist eher tagaktiv. Auch das Jagen findet daher meist am Tage statt.

Auslöser für das Jagdverhalten der Katze sind raschelnde Geräusche, ruckartige Bewegungen und hohe Fieptöne.
Können Katzen ihr Beutefangverhalten nicht genügend ausleben, so kann dies zu Aggressionen, auch dem Menschen gegenüber, führen. Das Spielen mit der Katze baut einen wesentlichen Teil der diesbezüglichen Triebenergie ab.

Da das Beutefangverhalten der Katze nicht hormonell gesteuert wird, sondern von bestimmten Auslösern abhängt, nimmt der Jagdtrieb auch bei kastrierten Katzen nicht ab.

Beute als "Mitbringsel"

Hauskatzen mit Freilauf haben die Angewohnheit, ihre Beute - meist Mäuse oder Vögel - mit ins Haus zu bringen.

Dieses Verhalten ist darauf zurück zu führen, dass sich hier das Kerngebiet (Heim 1. Ordnung) des Katzenreviers befindet. Hier fühlt die Katze sich sicher. In diese Sicherheit zieht die Katze sich mit ihrer Beute zurück.

.. von Lauerjägern und Hetzjägern

Die unterschiedlichen Katzenarten jagen übrigens auf verschiedene Weise. Sie haben sich an die Art des Lebensraumes und damit natürlich auch an ihre Beute angepasst.

So jagt die Hauskatze in dem sie ihr Revier durchstreift und sich - beispielsweise im hohen Gras - an eine Maus anpirscht, mit den Vorderpfoten auf die Beute springt und zubeißt. Mit dem erbeuteten Tier wird häufig gespielt um die bei der Jagd aufgestaute Aggression abzubauen. Bei jüngeren und satten Katzen fällt dieses Spiel meist kürzer aus.

Jaguare nutzen auf ähnliche Weise die Deckung in den südamerikanischen Wäldern und weibliche Löwen jagen in der Gruppe, indem sie die Beute den anderen "zutreiben". Der Gepard hingegen verfolgt seine Beute, in seinem Lebensraum der Savanne, bis er sie schließlich erreicht, mit den Vorderpranken zu Boden wirft und durch Kehlbiss tötet.

Übrigens: Nicht jede Jagd ist erfolgreich. Bei Hauskatzen liegt die jagdliche Erfolgsquote bei bis zu 15 Prozent.



Liebe ist das höchste Gut der Welt! Wo Du sie findest, halte sie fest - denn ohne sie kannst Du nicht leben.

Marcus Skupin, 1982

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