02369/2099383  Welt der Katzen

Beutefangverhalten der Katze

von Marcus Skupin | Welt der Katzen
veröffentlicht am 05. September 2005 (Stand: 18. Juli 2021)

Jagen ist angeboren

Katzen sind Raubtiere (Beutegreifer), denen das Jagdverhalten überwiegend angeboren ist. Selbstverständlich muss dieses angeborene Verhaltensmuster geübt werden, weshalb junge Katzen von der Mutter zunächst tote, schließlich lebende Beutetiere zum Üben vorgelegt bekommen.

Im Gegensatz zu Wildkatzen, die meist dämmerungs- oder nachtaktiv sind, ist die Hauskatze zumeist eher tagaktiv. Auch das Jagen findet daher meist am Tage statt.

Können Katzen ihr Beutefangverhalten nicht genügend ausleben, so kann dies zu Aggressionen, auch dem Menschen gegenüber, führen. Das Spielen mit der Katze baut einen wesentlichen Teil der diesbezüglichen Triebenergie ab.

Da das Beutefangverhalten der Katze nicht hormonell gesteuert wird, sondern von bestimmten Auslösern abhängt, nimmt der Jagdtrieb auch bei kastrierten Katzen nicht ab.

Beute als "Mitbringsel"

Hauskatzen mit Freilauf haben die Angewohnheit, ihre Beute - meist Mäuse oder Vögel - mit ins Haus zu bringen.

Dieses Verhalten ist darauf zurück zu führen, dass sich hier das Kerngebiet (Heim 1. Ordnung) des Katzenreviers befindet. Hier fühlt die Katze sich sicher. In diese Sicherheit zieht die Katze sich mit ihrer Beute zurück.

.. von Lauerjägern und Hetzjägern

Die unterschiedlichen Katzenarten jagen übrigens auf verschiedene Weise. Sie haben sich an die Art des Lebensraumes und damit natürlich auch an ihre Beute angepasst.

So jagt die Hauskatze in dem sich sich - beispielsweise im hohen Gras - an eine Maus anpirscht, Jaguare nutzen auf ähnliche Weise die Deckung in den südamerikanischen Wäldern und weibliche Löwen jagen in der Gruppe, indem sie die Beute den anderen "zutreiben". Der Gepard hingegen verfolgt seine Beute, in seinem Lebensraum der Savanne, bis er sie schließlich erreicht, mit den Vorderpranken zu Boden wirft und durch Kehlbiss tötet.

Übrigens: Nicht jede Jagd ist erfolgreich. Bei Hauskatzen liegt die jagdliche Erfolgsquote bei bis zu 15 Prozent.



Liebe ist das höchste Gut der Welt! Wo Du sie findest, halte sie fest - denn ohne sie kannst Du nicht leben.

Marcus Skupin, 1982

Katzensprache

Katzensprache

Kompendium der Katzensprache Edition Welt der Katzen, Band 8 Die Katze setzt neben der Lautsprache, die weit mehr ist, als ein einfaches "Miau", zahlreiche Ausdrucksmöglichkeiten der Körpersprache...

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren, Dienste anzubieten, um Werbung anzuzeigen (auch interessenbezogene Werbung) und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf „Alle erlauben“ erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen und die Alternativen, Cookies zuzulassen oder sie zu deaktivieren, erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.