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Hantavirus

Hantaviren kommen in Nagetieren, Mäusen (auch Spitzmäusen) und Ratten vor (natürliches Reservoir). Im westlichen Deutschland wird das Hantavirus insbesondere durch die Rötelmaus verbreitet, im östlichen Deutschland durch die Brandmaus. Die Infektionsgefahr ist insbesondere in den Sommermonaten hoch.

Die Viren werden von den infizierten Tieren über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden und können bis zu zwei Wochen nach Ausscheiden durch das Einatmen mit genetischem Virusmaterial verunreinigtem Staub aufgenommen werden. Eine direkter Kontakt mit einem infizierten Tier ist nicht erforderlich.

Auch Katzen und Hunde können sich infizieren. Für eine Übertragung durch Haustiere auf den Menschen oder von Mensch zu Mensch liegen bisher keine Anhaltspunkte vor. Bringt die Katze eine infizierte Maus mit nach Hause besteht allerdings ein Infektionsrisiko, das von der Maus selbst ausgeht.

Infizierte Menschen (Zoonose) leiden häufig an fiebrigen, grippeartigen Erkrankungen bis hin zu schweren Nierenerkrankungen und Nierenversagen. Eine Therapie oder Impfung gegen das Virus besteht nicht. Bleibende Schäden nach überstandener Erkrankung sind nicht bekannt.