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Gepard im Brockhaus 1838

Der folgende Lexikonartikel stammt aus dem Jahr 1838 und ist daher in Teilen nicht mehr aktuell.

Gepard, ein zum Katzengeschlecht gehörendes Raubthier, welches besonders in Afrika am Senegal und in Ostindien gefunden wird, und etwas kleiner als der Leopard (s.d.) ist.
Er hat ein schönes hellfalbes Fell, welches auf dem Rücken und an den Seiten mit kleinen regelmäßigen runden schwarzen Flecken gezeichnet ist. Der Kopf ist klein und vom Munde bis zum vordern Augenwinkel erstreckt sich ein S förmiger schwarzer Strich. Am Halse hat der Gepard eine Art von Mähne, das Haar am Bauche ist lang und zottig und der lange Schwanz ist wie der Körper mit schwarzen Flecken, am Ende aber mit schwarzen Ringen gezeichnet. Der G. ist unter den wilden Katzenarten am wenigsten scheu und boshaft und läßt sich daher leicht zähmen. Man richtet ihn zur Jagd ab. Der Jäger nimmt ihn, den Kopf mit einer Kappe bedeckt, hinter sich auf das Pferd, und sowie er ihm in der Nähe des Wildes die Kappe abnimmt und ihn losläßt, stürzt sich der Gepard mit einem gewaltigen Sprunge auf seine Beute, die er selten verfehlt. Sein Fell ist ein geschätzter Handelsartikel.

Brockhaus: Bilder-Conversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1838., S. 191-192

  • Geparde

    Der Gepard nahm taxonomisch lange Zeit eine Sonderstellung in der "Welt der Katzen" ein, da er weder zu den sogenannten Großkatzen, wie Löwe und Tiger, noch zu den Kleinkatzen gezählt wurde...