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Herder

Der folgende Lexikonartikel stammt aus dem Jahr 1855 und ist daher in Teilen nicht mehr aktuell.

Katze (felis), zahlreiche, über alle Erdtheile, mit Ausnahme Neuhollands, verbreitete Gattung Raubsäugethiere, in Wesen u. Hauptform alle einander ähnlich, mit kleinem rundem Kopf, furchtbarem Gebiß, zurückziehbaren Krallen (mit Ausnahme des Gepard) u. scharfwarziger Zunge.

Sie sind gewandte, listige und blutdürstige Räuber, dabei falsch und erreichen in heißen Ländern eine furchtbare Stärke u. Größe; leben wild nur von Fleisch, erschleichen ihre Beute und erhaschen sie im Sprunge. Gesicht und Gehör scharf.

Hierher gehören:
a) ungefleckte und ohne Ohrpinsel: Löwe u. Cuguar;
b) quergestreifte: Tiger. Hauskatze. Wildkatze;
c) mit rundlichen Flecken od. Ringen: Panther, Leopard, Jaguar, Ozelot, Gepard;
d) ungefleckte mit Ohrpinseln: Luchs, Karakal.

Die Wild-K. (f. catus), gegen 2' lang, graubraun, mit innerhalb behaarten Ohren und gleich dickem Schwanz, schadet sehr; in Europa, jedoch nicht häufig. – Die Haus-K. (f. domestica), kleiner, mit dünnerm Schwanz, soll von der nubischen K. abstammen; wurde erst zur Zeit der Kreuzzüge allgemeiner bei uns verbreitet. Bekannt ist ihre Begierde nach Baldrian, K.nmünze und K.ngamander. Spielarten: span. K., die Karthäuser-K., bläulich-grau, die Angora-K., mit langem, weißem Haare.

  • Gepard in Herder 1855

    Gepard (Felis jubata), Raubthier, dem Leopard ähnlich und von gleicher Größe, aber hochbeiniger, mit kürzerem, rundem Kopf und nicht zurückziehbaren Krallen; ist hellgelb mit vielen schwarzen Fleck...

  • Ozelot in Herder 1856

    Ozelot (Felis pardalis), Raubthier aus dem Geschlechte der Katzen, gegen 31/2 Zoll lang, mit großen gelbrothen, schwarz eingefaßten Flecken; in ganz Südamerika, besonders häufig in Paraguay, wo er ...

Herders Conversations-Lexikon, Freiburg im Breisgau 1855, Band 3, S. 569