Fortpflanzung

Die Paarungszeit von Luchsen (Februar-April) wird von lautem, nächtlichen Geschrei der Tiere begleitet. Auch kann während dieser Zeit (Stehlik, 1983) beobachtet werden, dass die Katzen ihr Revier verstärkt mit Harn markieren.

Zum Höhepunkt der Brunstzeit hin werden die Weibchen ständig von den männlichen Luchsen verfolgt.
Der Paarungsakt selbst entspricht dem der Hauskatzen. Während der Kopulation wird vom Kuder der Nackenbiss ausgeführt.

Nach einer Gestationsperiode (Tragzeit) von durchschnittlich 69 Tagen wirft eine Luchsin meist zwei bis drei getupfte Junge. Würfe mit nur einem bzw. vier bis sieben Jungen kommen ebenfalls - allerdings nicht so häufig - vor. Die Jungtiersterblichkeit ist recht groß.

Die Jungen werden in Höhlen, unterirdischen Bauten z.B. von Dachsen oder sonstigen natürlichen Verstecken geboren. Nach etwa 9-10 Tagen öffnen die Kleinen die Augen. Mit ca. 2 Monaten werden sie entwöhnt und bleiben dann noch mehrere Monate, meist bis zum Herbst bei ihrer Mutter, bevor sie schließlich ganz auf sich allein gestellt sind.

Weibliche Luchse werden etwa ab einem Alter von 18 Monaten geschlechtsreif. Bei den Männchen hingegen dauert es fast 30 Monate (Kvam, 1991).

Wild lebende Luchse sollen nach Breitenmoser, 1993 nach einigen Jahren mit Jungen für eine Periode aussetzen, bevor sie erneut einen Wurf aufziehen. Die Anzahl der Jungtiere hängt auch von der Populationsdichte der Beutetiere ab.


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