Lethar' sprechen
Die Aussprache von Lethar'
Lethar’ ist keine gesprochene Sprache.
Die Umschrift ist - wie erwähnt - eine Annäherung an fremde Glyphen, die eigentlich nicht für menschliche Stimmen geschaffen wurden.
Wenn man Lethar’ dennoch ausspricht, klingt es hart, trocken und segmentiert, ohne weiche Übergänge oder melodische Intonation.
~ Konsonanten sind klar und unverschliffen.
~ Vokale sind rein und kurz.
~ Der Apostroph markiert einen Bruch, keinen Glottisschlag.
~ Worte werden in Blöcken gesprochen, nicht fließend.
Lethar’ klingt fragmentarisch, wie das Sprechen von etwas, das älter ist als Sprache.
Konsonanten
Lethar’ bevorzugt klare, trockene Konsonanten, ohne Verschleifung.
t, k, p: immer hart, nie weich
r: geknurrt (Hinterzungen-R)
l: hartes, palatales L (die Zunge knallt flach gegen den Gaumen und lässt den Ton sofort abreißen
sh: scharf, wie in „schneiden“
th: aspiriertes T (ein T mit einem ganz kurzen, scharfen Luftstoß danach, wie in „T-Hase“)
n: nasal, aber kurz
m: geschlossen, ohne Vibration
v: wie ein hartes f
d: trocken, nicht stimmhaft weich
g: immer hart, wie in „Gott“, niemals weich wie in „Genie“
b: wie ein kurzes, trockenes p mit Stimme, aber ohne Weichheit
Beispiel:
Var‑del klingt wie FAR‑dell, nicht wie War‑del.
Vokale
Die Vokale sind rein, ohne Diphthonge. Vokale werden niemals gedehnt, außer wenn ein Akzent gesetzt ist (é).
a – offen, wie in „Vater“
e – hell, wie in „See“
i – kurz, wie in „mit“
o – rund, wie in „offen“
u – dunkel, wie in „Bruch“
é – langes, scharfes e (in ulé)
Beispiel:
Nel‑sha klingt wie NELL‑scha, nicht wie Neilscha.
Apostroph
Der Apostroph ist kein Glottisschlag, sondern ein Bruch.
Er bedeutet:
kurzer Stopp
minimaler Atemzug
kein Verschleifen
Beispiel:
A’thar = A [Pause] thar
Var’nel‑ion = Var [Stopp] nel‑ion
Der Apostroph ist essentiell, weil er die Struktur der Glyphen markiert.
Rhythmus
Lethar’ wird nicht fließend gesprochen.
Der Rhythmus ist:
segmentiert,
abgehackt,
runenhaft;
ohne Betonung
Man spricht jedes Segment wie einen eigenen Block:
Thren a’thir ven‑ulthar → Thren | a | thir | ven | ulthar
Jedes Segment hat dabei das gleiche Gewicht. Zwischen zwei Segmenten findet keine Koartikulation statt. Die Zunge „setzt neu an“, als würde man Runen einzeln sprechen.
Var‑esh - klingt nicht wie Varesh, sondern wie Var | esh, also mit einem minimalen Reset dazwischen.
Klangästhetik
Wenn man Lethar’ laut liest, wirkt es:
trocken,
kalt;
präzise,
ohne Emotion;
wie das Knacken von Stein,
wie das Brechen von Licht,
wie das Sprechen von etwas, das nicht für Stimmen gedacht ist.
Es ist nicht schön, aber mächtig.
Beispiele (mit phonetischer Umschrift)
Var‑esh
FAR‑esch
Nel a’thar sel‑mar en thar
NELL | a | THAR | SELL‑mar | en | THAR
Thren a’thir ven‑ulth
THREN | a | THIR | fen‑ULTH
Var‑del ven thar‑linor
FAR‑dell | fen | THAR‑lin‑or
Ul‑sha renor‑del
UL‑scha | RE‑nor‑dell