Izurim - Alte Wesen
... von Seelen, Engeln und Dämonen
Die Natur der Alten Wesen
Bei allen Alten Wesen handelt es sich ihrer Natur nach um Geister. Sie sind im Regelfall immateriell, haben allerdings die Fähigkeit, zeitweise zu materialisieren und werden dann für den Menschen sichtbar.
Sie sind androgyn, besitzen gleichzeitig weibliche und männliche Aspekte und sind von daher ganzheitliche Wesen. Auch sind sie als Geistwesen asexuell [Anm. 7]. Als vom Schöpfer geschaffene Kreaturen sind sie zudem eltern- und familienlos (vgl. hierzu auch [3], [Anm. 5]) und als Geistwesen besitzen sie natürlich kein Blut [3]. Alte Wesen sind zudem im eigentlichen Sinne namenlos. Es fehlt ihnen damit eine Individualität [3].
Viele Tierarten, so zum Beispiel auch Katzen, verfügen übrigens über die Befähigung, die Anwesenheit der Alten Wesen auch im nicht materialisierten Zustand wahrzunehmen. Sie sind in der Lage, die Energie dieser Kreaturen wahrzunehmen.
Alte Wesen verfügen über Verstand [6] und einen freien Willen. Dieser freie Wille ermöglicht es ihnen, von der Aufgabe, die der Schöpfer ihnen zugedacht hat, abzuweichen, wie dies in der Vergangenheit bereits geschah [Anm. 6]. Nur einer Seele ist es allerdings möglich, über sich hinauszuwachsen.
Alte Wesen - Vergleichstabelle
| Kategorie | Seelen | Cheruben | Engel | Dämonen |
|---|---|---|---|---|
| Oberbegriff | Kreatur | Kreatur | Kreatur | Kreatur |
| Ursprung | Entstehen aus Stille | Entstehen aus Licht + Schatten + Stille (hybrid) | Entstehen aus Licht | Entstehen aus Schatten |
| Alter / Reihenfolge des Entstehens | Älteste der vier Gruppen der Alten Wesen | Jünger als Seelen, älter als Engel & Dämonen | Nach den Cheruben | Nach den Cheruben |
| Wesensart | Reine Geistwesen, Urwesen der Stille | Hybride Geistwesen, Träger dreier Kräfte | Reine Lichtwesen | Reine Schattenwesen |
| Symbolische Eigenschaften | Erinnerung, Ursprung, Ruhe | Klarheit, Erkenntnis, Tiefe, Wachsamkeit, Erinnerung, Beständigkeit | Klarheit, Botschaft, Reinheit | Tiefe, Dunkelheit, Widerstand |
| Kosmische Funktion | Wandeln zwischen den Welten | Bewahrer des Heiligen, Hüter von Grenzen & Übergängen | Überbringer göttlicher Botschaft | Konfrontation, Prüfung, Spiegelung der Tiefe |
| Beziehung zu anderen Wesen | Von Cheruben geschützt | Über Engeln; schützen Seelen, widerstehen Dämonen | Unter Cheruben; dienen als Boten | Cheruben können ihnen widerstehen |
| Gestalt | Formlos, subtil | Geistwesen, Materialisierung möglich: Löwenkörper, Flügel, menschliches Gesicht; teils vier Gesichter (Mensch, Löwe, Adler, Cherub) | Geistwesen; Materialisierung möglich, menschlich-leuchtend | Geistwesen; Materialisierung möglich, dunkel, tief, undefiniert |
| Kulturelle Erscheinungen | Philosophisch, spirituell | Sphinx (Ägypten), Lamassu (Mesopotamien), Cherubim (Israel) | Vor allem biblisch | Mythisch, unterweltlich |
| Aufgaben lt. Mythologie der Alten Wesen | Wandeln, Übergänge erleben, sich Fortentwickeln | Bewachen: Eden, Baum des Lebens, Himmelstore, Grenzen, Thron der Gottheit | Überbringen von Botschaften, Schutzfunktionen | Wirken aus und in der Tiefe, Herausforderung |
| Beziehung zum Schöpfer / zur Gottheit | Teil des kosmischen Gleichgewichts | Tragen den Thron; stehen am Ort der göttlichen Gegenwart | Überbringen göttlicher Worte | Gegenkraft aber nicht Feind |
| Innere Struktur / Kräfte | Eine Kraft: Stille | Vereinen drei Kräfte in einem Wesen (einzigartig) | Eine Kraft: Licht | Eine Kraft: Schatten |
| Rolle im Gleichgewicht der Kräfte | Stabilisieren durch Erinnerung und Ursprung | Wächter des Gleichgewichts; verhindern Überflutung einer Kraft | Stabilisieren durch Botschaft & Klarheit | Stabilisieren durch Tiefe & Herausforderung |
| Mythologische Bedeutung | Urgrund des Seins | Fundament des Heiligen, Grenzwesen zwischen Welt & Ursprung | (Ver-)Mittler | Kontrastkraft |
| In ursprünglicher Einteilung enthalten | nein | ja | ja | nein |
| In heutiger (überwiegend christlicher) Einteilung enthalten | ja | nein (nicht als eigene Gruppe, vielmehr den Engeln zugerechnet) | ja | ja |
Die Alten Wesen sind Mittel- und Mittlerwesen zwischen dem Schöpfer und dem irdischen Leben [2].
Götter der antiken Kulturen
Bei vielen Göttern der antiken Kulturen handelt es sich ebenfalls um Angehörige der Alten Wesen. Die antiken Abbildungen zeigen vielfach starke Ähnlichkeiten zu einander. Vergleichen wir beispielsweise die nebenstehende Abbildung der römischen Siegesgöttin Victoria mit verschiedenen Engelsbildnissen. Die Flügel sind Zeichen der Macht, wie wir sie auch von Darstellungen der Engel und Dämonen kennen. [Anm. 8]
Was (wer) früher oft als Göttin oder Gott angesehen wurde, könnte tatsächlich "nur" die Materialisierung eines Alten Wesens gewesen sein, nicht wahr?
Viele der heute als Dämonen bezeichneten Alten Wesen, gehen tatsächlich auf die Auffassung der frühen Kulturen zurück, es handele sich um Götter. So weisen zum Teil die Bestandteile der alten Namen dieser Götter auf die "Herkunft" der Alten Wesen hin. Doch meist sind es die Eigenschaften, die diesen "Göttern" zugeschrieben wurden, die sich noch immer in den Beschreibungen der - heute als Engel und Dämonen bezeichneten - Alten Wesen zeigen.
Ähnliches gilt für Dämonen, die ursprünglich auf Naturphänomene zurückzuführen sind (Sturm, Überschwemmung, Hitze, Heuschreckenplagen und ähnliches), bei denen es sich also, nach Auffassung der Menschen, einst um "Naturgeister" handelte.
Seelen
Engel
Dämonen
Cheruben
Alte Wesen in heutiger Wahrnehmung
Das Gute & Das Böse. Eine Kategorisierung unter moralischen Gesichtspunkten.
Anmerkungen Alte Wesen
Quellen:
[1] Pierer: Universal-Lexikon, Band 4. Altenburg 1858, S. 668-669
[2] Damen Conversations Lexikon, Band 3. [o.O.] 1835, S. 64-65
[3] Fricke, Kirsten: Dämonen und Dämonenabwehr in Babylonien und Assyrien, WWU Münster, Grin-Verlag, 2001
[4] Worms, Abraham von: Buch der wahren Praktik in der uralten goettlichen Magie, Abramelin, Abschrift: Herausgeber Peter Hammer, 1725
[5] Areopagita, Dionysius (ps.): De caelesti hierarchia, (4,1) Himmlische Hierarchie, ca. 475, Übersetzer Stiglmayr, Josef, 1911 http://www.unifr.ch/bkv/buch96.htm (abgerufen am 20.11.2020)
[6] Vatikan: Katechismus der Katholischen Kirche (KKK), RdNr. 327, 337 ff., 1997 (http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P1H.HTM abgerufen am 03.12.2020)
[7] Sterzinger, Don Ferdinand: Geister- und Zauberkatechismus, München, Johann Nepomuck Fritz, 1783
[8] Skupin, Marcus: Buch der Cheruben, welt-der-katzen.de, 2026