weitere monogene Defekte

  • Cataracta lentis congenita

    meist beidseitige Linsentrübung mit Sehstörungen bis zur Blindheit

  • Chediak-Higashi-Syndrom

    (zyklische Neutropenie) Die Tiere haben Augen- und Fellpigmentstörungen, Blutertendenz und erhöhte Anfälligkeit für Infektionen.

  • Gangliosidosis

    (lysosomale Speicherkrankheit) Progressive, neurale Funktionsstörungen

  • Hämophilie

    Mangel an spezifischen Blutgerinnungsfaktoren. Die Tiere neigen zu Blutungen.

  • Hernia cerebri

    Ausstülpung von Hirnhäuten und Gehirnteilen durch einen Defekt im knöchernen Schädeldach, verbunden mit Augen- und Gesichtsschädeldefekten.

  • Hernia diaphragmatica congenita

    Zwerchfell ist nur teilweise oder überhaupt nicht ausgebildet. Baucheingeweide teilweise in die Brusthöhle verlagert.

  • Knickschwanz

    Schwanzabknickung oder -verkrümmung variablen Grades, oft verbunden mit weiteren Veränderungen im Bereich der kaudalen Wirbelsäule.

  • Mikrobrachie

    Verkürzung und Verkrümmung der Vorderbeine

Vorkommen:
Alle oben genannten Defekte kommen sporadisch oder familiär gehäuft in vielen Rassen vor.

Genetik:
Die Defekte werden in der Regel (Ausnahme: Hämophilie, PKD) autosomal rezessiv vererbt.
Diese Defekte können bei Heterozygoten (=Anlageträgern) nicht diagnostiziert werden und treten erst bei für das Defektgen Homozygoten (Merkmalsträgern) in Erscheinung.

Symptomatik:
vergleiche Definition...

Betroffene Rassen (Einzelheiten im Rasse-ABC):

Alle vorstehenden Defekte kommen sporadisch oder familiär gehäuft in vielen Rassen vor.

Empfehlungen:

Zuchtverbot
für Träger der Anomalie und bekannte Träger des Defektgens.

Grundsätzlich muss die Verpaarung von Verwandten, besonders von engen Verwandten, vermieden werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass unbekannte Träger des defektgens miteinander verpaart werden und so Merkmalsträger geboren werden, wächst mit dem Verwandschaftsgrad.

Für mit * gekennzeichnete Defekte gilt zusätzlich:
Wenn in Rassen diese Defekte gehäuft auftreten, muss für Zuchttiere das Freisein von dem Defekt nachgewiesen werden.