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HI-Virus (HIV)

Das Human Immunodeficiency Virus (HIV) ist Erreger der seit Beginn der 1980er-Jahre weltweit verbreiteten AIDS-Erkrankung und wird durch die Übertragung von infizierten Körperflüssigkeiten z.b. beim (ungeschützten) Sex, Drogenkonsum (gemeinsame Nutzung von Nadeln) oder auch während Schwangerschaft und Geburt sowie beim Stillen (wenn die Mutter infiziert ist) verbreitet.

AIDS führt zu einer dauerhaften Störung des menschlichen Immunsystems.

Ausgangswirte des HI-Virus waren aller Wahrscheinlichkeit nach Affen, von denen ein Virus (das Simian Immunodeficiency Virus; SIV) durch den Verzehr bzw. bei der Zubereitung des Affenfleisches auf den Menschen übertragen wurde und dort mutiert ist. Bei mehr als 30 Affenarten sind jeweils unterschiedliche SIV-Varianten nachgewiesen worden, ohne dass die Tiere selbst jedoch irgendwelche Krankheitssymptome zeigen.

Bisher sind zwei Arten des AIDS-Erregers beim Menschen bekannt, die sich in jeweils mehrere Subtypen aufteilen.

Die Viren gehören zu den Lentiviren in der Familie der Retroviren.

Das Virus HIV-1 M (major) ist bei den meisten Menschen Auslöser der Erkrankung. Bisher sind neun Subtypen des Virus bekannt, die mit A bis I bezeichnet werden.
Seltenere Mutationen des Virus sind HIV-1 N (non M; non O) und HIV-1 O (outlier). Der Virustyp N kommt nur in Kamerun vor, Virustyp O in Zentral- und Westafrika.

Zweiter Virustamm des HI-Virus ist das sogenannte HIV-2 Virus. Dieses stammt ebenfalls aus Westafrika, ist allerdings weniger virulent als HIV-1. Vom HIV-2 Virenstamm sind acht Subtypen beschrieben worden.

Lange Zeit blieben AIDS-Erkrankungen wohl unerkannt. Zunächst dürfte sich die Krankheit in der Ursprungsregion des SI-Virus in Kamerun und dem Kongo abgespielt haben.

Die Erstinfektion mit dem Affenvirus SIV, das als Vorgänger des HI-Virus gilt, könnte tatsächlich bereits in den 1930er-Jahren stattgefunden haben. Wissenschaftlichen Berechnungen zur Folge scheint die Infektion des Menschen irgendwann zwischen den Jahren 1915 und 1941 stattgefunden zu haben.
Tatsächlich lies sich das HI-Virus bisher beispielsweise in der späteren Untersuchung einer im Jahr 1959 von einem Unbekannten im Kongo genommenen Blutprobe nachweisen. Auch bei einem im Jahr 1969 in St. Louis, USA verstorbenen Jugendlichen gelang ein entsprechender HIV-Nachweis.