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Löwe-Ernährung

Jagd auch in der Gruppe

Löwe

Löwe

© 2019 Marcus Skupin

Löwen sind die einzige Katzenart, die - auch - in der Gruppe jagt. Diese Jagdtechnik bietet den Vorteil, dass selbst Beutetiere, die erheblich größer und schwerer als ein einzelner Löwe sind, gejagt und erlegt werden können. Dabei treffen die einzelnen Individuen eine regelrechte Risiko-Analyse. Einzelne Löwen beteiligen sich nur dann an der Jagd, wenn sie der Auffassung sind, dass Hilfe erforderlich sei oder das Verletzungsrisiko den Nutzen einer besonderen Beute aufwiegt (Henschel, Shah; vgl. Q2).

Zu den Beutetieren zählen Wasserböcke und Antilopen, Zebras, Büffel und Gnus ebenso wie Nagetiere oder in Notzeiten sogar Insekten. Jagenden Löwenrudeln gelingt es selbst junge Elefanten, Flusspferde oder Giraffen zu erbeuten. Auch Aas wird durchaus nicht verschmäht. Häufig ist die Beute nicht der Jagdkunst der Löwen zuzuschreiben, sondern wurde lediglich anderen Jägern "abgejagt".

Löwen teilen ihre Beute innerhalb des Rudels.

Nach wie vor ungeklärt ist, warum genau Löwen gelegentlich im Rudel jagen. Nahm man bisher an, dass durch die Gruppenjagd mehr Beute gemacht würde, so steht zwischenzeitlich durch langjährige Beobachtungen fest, dass Löwinnen allein einen um 90 Prozent höheren Jagderfolg haben (Henschel, Shah et al.). Ein denkbarer Grund könnte vielleicht in der zeitweisen Veränderung der zur Verfügung stehenden Beute bestehen.

Entgegen häufiger Meinung jagen übrigens auch männliche Löwen durchaus selbst.

Löwin

Löwin

© 2012, Marcus Skupin, Welt der Katzen

Bei der Jagd pirscht sich der Löwe - jede Deckung ausnutzend - langsam an seine Beutetiere an. Sobald er eine Mindestdistanz von etwa 25 bis 30 Metern unterschritten hat, setzt er zu einigen gewaltigen Sprüngen an und stürzt sich regelrecht auf die Beute. Die Sprungweite beträgt dabei etwa 5-6 Meter.
Das Beutetier wird durch den Anprall aus dem Gleichgewicht gebracht und durch einen Genickbiss getötet. Hat die Beute eine bestimmte Größe, wie beipielsweise ein Gnu, so töten Löwen durch einen Kehlbiss, bei dem die Luftröhre abgeklemmt wird, so dass das Beutetier erstickt.

Die überwiegende Zahl ihrer Beute erlegen Löwen übrigens in der Dämmerung und nachts.

Q2

Henschel, Uta; Shah, Anup und Manoj; Das Herrscherkollektiv, Geo Thema 08, 2014, Seite 24-36; Gruner & Jahr; ISBN 978-3-652-00297-4

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"Unter allen Geschöpfen dieser Erde gibt es nur eines, das sich nicht versklaven lässt. - Die Katze." (Mark Twain, 1835-1910)

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© 2016, Marcus Skupin

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