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Mythen

Katzen & Hexen - eine alte Verbindung

Schwarze Katze

Schwarze Katze

© 2020, Marcus Skupin

Seit Jahrhunderten wandern die Katze und die Hexe Seite an Seite durch Geschichten, Mythen und nächtliche Vorstellungen. Besonders die schwarze Katze gilt als geheimnisvolle Begleiterin, als ein Wesen, das zwischen den Welten wandelt.

Was es mit dieser Verbindung auf sich hat, was geschieht, wenn eine schwarze Katze sieben Jahre alt wird und viele weitere Informationen findest Du beispielsweise hier ebenso wie Kenntnisse darüber, wie Du mit Hilfe einer Katze das Wetter vorhersagen kannst.

Ob Aberglaube oder Wahrheit? Wer will das schon mit Gewissheit sagen.

Mystik der Katze

Freyja

Freyja

Gemälde von J. O. Blommer, 1852

Der Katze wird nachgesagt, sie könne wahrsagen und sie habe Zauberkraft.

Schon die alten Ägypter ehrten die Katze als heiliges Tier. Bei den Germanen zog sie den Wagen der Freyja durch die Wolken. Mit dem Aufstieg und der Verbreitung des Christentums wandelte sich ihr Bild: Aus dem göttlichen Wesen wurde ein nächtlicher Schatten. Ein gespenstisches Wesen, dem man Zauberkraft und Wahrsagerei zuschrieb.
Verkörperung des Bösen und Begleiterin von Hexen und der Alten Wesen, speziell der Dämonen.

Dunkle Kapitel

So sehr wir Katzen heute lieben, so schwer hatten sie es in manchen Epochen. Sie wurden verfolgt, gefürchtet – und ja, sogar gegessen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie sehr sich unser Verhältnis zu ihnen gewandelt hat.

Die Katze in Mittelalter & Neuzeit

Segnung

Valentin von Rätien

Holzschnitt, 1480; Der Bischof von Rätien segnet zwei Kinder. Katze und Schwein sollen die Krankheitsdämonen aufnehmen...

Die christliche, katholische Kirche hatte zeitweilig ein sehr gespaltenes Verhältnis zu den Katzen und das obwohl die Jungfrau Maria, die Mutter Gottes, recht gute Beziehungen zu Katzen gehabt haben soll. Zumindest wird sie gelegentlich mit einer Katze zu ihren Füssen dargestellt. Der Name "Mieze", mit dem Katzen ja häufig benannt werden, soll, so die Volksetymologie, von "Maria" abgeleitet worden sein. Wie Maria, eigentlich ihr Sohn Jesus, (vielleicht) zu einer Katze kam, lässt sich in dem Märchen "Die Spiegelperle" nachlesen.

In den Hexenprozessen der Neuzeit (etwa ab 1500 n. Chr.) und auch bei den vereinzelten Anfeindungen während des Mittelalters (Zeitspanne zwischen Altertum und Neuzeit, etwa von 500 bis 1500 n. Chr.) wurden nur Katzen, die das geheimnisvolle "M" auf der Stirn tragen (Tabbykatzen), oft von Nachstellungen verschont. - Diese Katzen nämlich, so erzählt man sich, sollen direkt von der "Mutter-Gottes-Katze" abstammen.

siehe auch: Katzen in der Religion; Christentum.

Mythen, Magie & Aberglaube

Besondere magische Kräfte "wohnen" angeblich selbst den Körperteilen der Katze inne. Haare, Fett und Katzenkochen sind wichtige Zutaten von Zaubertränken und Salben, die je nach Mischung mit weiteren Ingredienzien und nach Art der Anwendung dazu dienen, unsichtbar und unverwundbar zu machen. Zudem finden sie Verwendung beim Liebeszauber.

Katzen in der alten Medizin

Im 17. Jahrhundert schrieb Johann Joachim Becher in 'Zoologia' [2] über die medizinische Verwendung von Katzen. Ein Spiegel der damaligen Denkweise.

Fett, Fell, Blut, sogar die Nachgeburt einer schwarzen Katze wurden als Heilmittel betrachtet.

Aus heutiger Sicht wirkt das befremdlich, doch es zeigt, wie eng Magie, Medizin und Aberglaube einst miteinander verwoben waren.

"Die wild und zahme Katze, die kommen auch herbey.
Dann in die Apotheck sie geben sechserley:
Das Fett und Fell, den Kopff, den Koth und auch das Blut
Von schwarzen Katzen ist die Nachgeburt auch gut.

1. Das Fett von Katern die bereits verschnitten seynd
Es hilft dem Gliederweh, ist deren reissen Feind.
2. Das Katzenfell thut auf den Bauch und Magen legen,
Es wärmt und thut darin natürlich Hitz erregen.
3. Den schwarzen Katzenkopff zur Aschen nur gebrant/
Er hilft den Augen, ist derhalben wol bekant.
4. Den Katzenkoth mit Senf und Essig wol vermischt/
Schmiert euch / in Podagra dann er die Schmerzen tüscht.
5. Nemmt aus dem Schweif das Blut, es muss ein Katter seyn/
Drey Tropfen in der Fraiß man nützlich nimmet ein.
6. Von einer schwarzen Katz / die da zum ersten trägt
Die Nachgeburt am Hals getragen, sie erlegt
die Augenschmerzen / macht ein schärpfferes Gesicht /
Durch solch verächtlichs Werk wird diese Kur verricht."

Weitere Infos auch unter Katzen in der Medizin.

Aberglaube rund um die Katze

Schutzzauber der toten Katzen .. sowie Alp, Feuerkatz' und Hexenwesen.

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Die schwarze Katze

"Ob es Unglück bringt, wenn Dir eine schwarze Katze über den Weg läuft, hängt alleine davon ab, ob Du ein Mensch oder eine Maus bist."

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weiterer Aberglaube

Das schwarze Katzen Unglück bringen sollen, wissen wir. Warum jedoch ist das mögliche Unglück noch verstärkt, wenn die Katze einem "von links" über den Weg läuft? ...

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Aberglaube

Schutzzauber gegen Ernteausfall und gegen Hexen. Der Aberglaube bringt die Katze mit Vielem in Verbindung.

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Hexenwerk?

Hexenwerk?

Das magische Wesen der Katzen. Über ihr Vermögen und die Angst des Menschen vor dem unbekannten Wesen.

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Zauberformeln

Zauberformeln

Zauberformeln und Hexensprüche werden wie Zaubersprüche bereits seit vielen tausend Jahren genutzt, um das Böse im Zaum zu halten und dem Guten zum Erfolg ...

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Beschwörung

Die Grenzlinie zwischen der Guten und Bösen Magie ist nur eine Spinnwebe, darum ist es höchst gefährlich, sich in die Wissenschaft selbst der Guten Magie einzulassen, ohne von einem weisen Magier die dazu nötige Vorbereitung und Theorie erlernt zu haben.

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Weitere magische Informationen rund um die Katze finden sich auch in der Rubrik "Alte Wesen".

Doch bedenke ...

  • "Die Zeuberer soltu nicht leben lassen." (Erodi 22)

  • "Ihr sollt nicht abweichen zu den Zeubern und von den Warsagern nichts erforschen das ihr durch sie verunreiniget werdet." (Levit 19)

  • "Ein Mann oder Weib in welchem der Python oder Waesagende Gesit sein wirdt, soll des Todes sterben mit Steinen sol man sie umbringen." [1]

Sprichworte & "Weisheiten"

„Bei Nacht sind alle Katzen grau.“
„Die Katze aus dem Sack lassen.“
„Einen Katzensprung entfernt.“

Sprichworte verraten viel darüber, wie tief die Katze in unserer Sprache und Kultur verwurzelt ist.
Gleiches gilt auch für die vielen - bis heute in den Köpfen der Menschen "herumspukende" Mythen und Unwissenheit, etwa über den Nutzen von Katzen in der Medizin.

Apropos Nutzen! Was heute für uns als Katzenfreunde kaum vorstellbar ist, war selbst im "aufgeklärten" Europa nicht ganz unüblich. Das Essen von Katzen. Mehr zu diesem grauslichen Thema in meinem Bericht zum "Katzenfleisch".

Zwischen Mythos & Realität

Ob Magie, Aberglaube oder alte Medizin, vieles davon wirkt heute fremd.

Doch all diese Geschichten erzählen etwas über uns Menschen: über unsere Ängste, unsere Hoffnungen und unsere Sehnsucht nach dem Geheimnisvollen.

Ein persönliches Wort

Katzen sind mehr als Haustiere.
Sie sind Gefährten, Rätsel, Spiegel unserer Fantasie.
Und vielleicht liegt gerade darin ihre größte Magie.


Liebe ist das höchste Gut der Welt. Wo du sie findest, halte sie fest, denn ohne sie kannst Du nicht leben.“
— Marcus Skupin

Quellen:

[1] Siegfriedum, Thomam: Ob die Zeuberer und Zeuberin mit ihrem zauber Pulver Krankheiten oder den Todt selber beybringen können, Erffordt, 1593
[2]
Becher, Johann Joachim: Zoologia, 1662

Artikeldaten

Marcus Skupin: Hexenwerk? in Welt der Katzen, www.welt-der-katzen.de <online>, Stand: 20. Mai 2026

FELIS (Le chat)

"Von dem Nutzen dieses Thieres lässt sich nicht viel sagen. Es ist zwar in unsern Häusern gewissermassen nothwendig geworden. Aber die blosse Liebhaberey für eine Katze kann man um so weniger entschuldigen, als diese in der That oft ein wahrhaft gefährlicher Feind für ihren Besitzer werden kann.

Es lässt sich an den traurigen Beyspielen, die man von der Tücke und Grausamkeit der Katze erzählt, im Ganzen nicht zweifeln, und nicht minder ausgemacht scheint es, dass viele Theile der Katze, selbst ihr Odem und ihre Ausdünstung für den Menschen ein gefährliches Gift enthalten.
Schon manche blinde Liebhaber dieses Thieres, die ihm in Schlafgemächer und selbst Bettstellen einen ungehinderten Zutritt gestatteten, sollen ihre Vorliebe mit einem frühen Tode gebüsst haben."

Naturhistorische Beschreibung der Säugthiere, Band 1 nach Buffon, bearbeitet von Karl Schmid, 1814

Bastet

Bastet

© 2012, Marcus Skupin

In früheren Zeiten, im Alten Ägypten war die Katze nicht nur als Mäusefänger beliebt. Sie hatte vielmehr einen göttlichen Status, was nicht zuletzt durch die zahlreichen Gottheiten bezeugt wird, die mit kätzischen Attributen ausgestattet wurden.

Liebe ist das höchste Gut der Welt! Wo Du sie findest, halte sie fest - denn ohne sie kannst Du nicht leben.

Marcus Skupin, 1982

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