Löwe, Tiger & Co (Felidae)
Wilde Katzenarten: Ein Überblick
Die Familie der Katzen umfasst heute 41 wilde Arten – von den bekannten Großkatzen wie Löwe, Tiger und Leopard bis hin zu wenig bekannten Kleinkatzen wie der Iriomotekatze, der Schwarzfußkatze oder der Andenkatze.
Trotz ihrer Vielfalt teilen alle Katzen grundlegende Merkmale:
~ einen flexiblen, muskulösen Körperbau
~ scharfe, einziehbare Krallen
~ hochentwickelte Sinnesleistungen
~ spezialisierte Jagdstrategien
Diese Eigenschaften haben sie über Millionen Jahre hinweg zu erfolgreichen Beutegreifern gemacht.
Lebensräume: Wilde Katzen auf fast allen Kontinenten
Wilde Katzen kommen in einer beeindruckenden Bandbreite von Lebensräumen vor. Sie leben in:
~ tropischen Regenwäldern
~ trockenen Wüsten
~ Savannen
~ Gebirgen
~ Feuchtgebieten und Mangroven
Nur Australien, die Antarktis und Madagaskar sind frei von wildlebenden Katzenarten. Auf Madagaskar nimmt der Fossa die ökologische Rolle eines katzenähnlichen Raubtiers ein.
Dies hat sich übrigens in den letzten Jahrtausenden nicht wesentlich geändert, denn auch von den säbelzahnigen Urkatzen wissen wir, dass diese bereits über Afrika, Amerika, Asien und Europa verbreitet waren. So wurden beispielsweise auf jedem dieser Kontinente Überreste des Homotherium gefunden.
Das Vorkommen der Katzenarten der Welt
Kleinkatzen Europas
Kleinkatzen Afrikas
Kleinkatzen Asiens
hier leben keine wilden Katzen
Kleinkatzen Amerikas
hier leben keine wilden Katzenarten
Hier leben keine wilden Kleinkatzen, stattdessen findet man hier den Fossa.
Großkatze: Schneeleopard
Großkatze: Jaguar
Großkatze: Tiger
Großkatze: Löwe
Großkatze: Löwe
Großkatze: Leopard
Großkatze: Tiger
Großkatze: Leopard
Großkatze: Leopard
Die Familie der Katzen: Systematik und moderne Erkenntnisse
Die Katzen wurden früher in drei Unterfamilien eingeteilt:
~ Pantherinae (Großkatzen)
~ Acinonyxchinae (Geparde)
~ Felinae (Kleinkatzen)
Diese Einteilung basierte vor allem auf äußeren Merkmalen. Moderne genetische Untersuchungen haben ergeben, dass diese Struktur überholt ist. Viele der früheren Gattungen mussten neu bewertet oder zusammengeführt werden.
Die früher verwendeten Gattungen wie Acinonyx, Caracal, Felis, Leopardus, Lynx, Neofelis, Panthera, Puma und viele weitere bilden heute nicht mehr die Grundlage moderner Taxonomie.
Aktuelle genetische Studien zeigen, dass die Verwandtschaftsverhältnisse komplexer sind und einige Arten neu eingeordnet werden müssen. Ausführliche Informationen dazu finden sich unter dem Stichwort Taxonomie.
Die klassischen Großkatzen
Die Großkatzen (Unterfamilie Pantherinae)
Die 5 klassischen Großkatzen der Erde.
Sie zeichnen sich durch besondere anatomische Merkmale aus, darunter der teilweise verknöcherte Zungenbeinapparat, der das typische Brüllen ermöglicht.
Die Nebelparder
Nebelparder; Neofelis nebulosa
Zwei weitere Großkatzenarten
Erst seit wenigen Jahren werden Nebelparder (Neofelis nebulosa) und Borneo-/Sunda-Nebelparder (Neofelis diardi) zu den Großkatzen gezählt. Die asiatischen Katzen der Gattung Neofelis waren zuvor den Kleinkatzen zugeordnet.
Die Geparde
Geparde
Der Gepard nahm lange eine besondere Stellung ein, da er weder eindeutig den Groß- noch den Kleinkatzen zugeordnet wurde.
Er unterscheidet sich durch:
~ extreme Spezialisierung auf Geschwindigkeit
~ nicht vollständig einziehbare Krallen
~ einen leichten, aerodynamischen Körperbau
Moderne genetische Analysen ordnen ihn heute den Felinae (Kleinkatzen) zu.
Die Kleinkatzen (Felinae)
Die Kleinkatzen umfassen die größte Vielfalt innerhalb der Felidae. Sie leben auf fast allen Kontinenten und zeigen eine enorme Anpassungsfähigkeit.

